...
Skip to content

4170 Euro im Monat: So geben österreichische Familien ihr Geld aus

    4170 Euro im Monat: So geben österreichische Familien ihr Geld aus

    Der durchschnittliche österreichische Haushalt gab im Jahr 2024/25 durchschnittlich 4.170 Euro pro Monat aus. Das sind 920 Euro mehr als bei der letzten Konsumerhebung der Statistik Austria vor fünf Jahren. Bekanntlich ist in dieser Zeit viel passiert: Pandemie, Krieg in der Ukraine, Energiekrise, hohe Inflation. Veränderungen im Verbraucherverhalten folgen jedoch eher langfristigen Trends als kurzfristigen Störungen.

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    Einem Anstieg der Haushaltsausgaben um 28,3 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren steht ein Anstieg der Tariflöhne um 26,2 Prozent gegenüber. Zwar handele es sich um ein etwas geringeres Wachstum, der Unterschied sei jedoch statistisch nicht relevant, sagt Manuela Lenk, Generaldirektorin der Statistik Austria. Zur Veranschaulichung: Die alle fünf Jahre durchgeführte Befragung findet in einem Zeitraum von zwölf Monaten in 6.689 Haushalten für zwei Wochen pro Haushalt statt. Da es im Laufe des Jahres zu Lohnerhöhungen kommen kann und statistische Unsicherheiten bestehen, ist der Unterschied nicht signifikant.

    Der Anteil der Lebensmittelausgaben blieb trotz Inflation stabil

    In absoluten Zahlen verzeichneten Wohnen und Energie den stärksten Anstieg der Ausgaben, nämlich mehr als 300 Euro, gefolgt von der Kategorie Verkehr (+112 Euro). Dies sind seit vielen Jahren auch die größten Konsumgüter. Die Wohnkosten betragen heute durchschnittlich 26,4 Prozent der Gesamtausgaben, verglichen mit 22,3 Prozent vor 20 Jahren. Aber auch hier sind direkte Rückschlüsse auf gestiegene Mieten und Immobilienpreise nicht zulässig. Im Jahr 2004 war die durchschnittliche Wohnfläche um fünf Quadratmeter kleiner, seitdem ist der Anteil der Single-Haushalte gestiegen – und die Wohnkosten sind höher.

    Überraschend ist, dass seit der letzten Umfrage, also vor der Inflationsrallye, der Anteil der Ausgaben für Lebensmittel (ohne Spirituosen und Catering) weiter auf 12,8 Prozent gesunken ist. „Das ist ein Indikator für den Wohlstand der Gesellschaft“, sagt Lank. In den 1960er-Jahren gaben Haushalte in Österreich mehr als ein Drittel für Lebensmittel aus, in den 1980er-Jahren waren es nur noch rund 18 Prozent, und etwa zehn Jahre lang schwankte dieser Wert um 13 Prozent, was ebenfalls dem EU-Durchschnitt entspricht.

    SEE ALSO  Warrelberg - Graz 99ers: Grazer gewinnt nach Überstunden in Warberg

    Das stärkste Plus in der Gastronomie

    Es ist klar, dass die Lebensmittelpreise in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Aber erstens stiegen auch die Löhne, und zweitens ergab die Verbraucherbefragung nicht, ob bei den alltäglichen Einkäufen gespart werden sollte. „Wenn jemand früher teuren Käse gekauft hat und dieser jetzt günstig ist, sehen wir das nicht“, sagt Krista Kronsteiner-Mann, die die Verbraucherbefragung leitete. Statistisch gesehen ist Käse gleich Käse. Wenn man sich aufgrund der Inflation für ein weniger begehrenswertes, günstigeres Produkt entscheiden muss, kann das subjektiv einen großen Unterschied machen.

    Die Kategorien mit den größten relativen Zuwächsen waren Gastronomie (plus 43,8 Prozent), Gesundheit (42,4 Prozent) sowie Wohnen und Energie (39,1 Prozent). Die Ausgaben für Kommunikation hingegen blieben nahezu unverändert – trotz Inflation. Allerdings machen sie nur einen kleinen Teil der Gesamtausgaben aus. Für Freizeitaktivitäten wie Urlaub, Sport, Kultur, Bücher, Medien, Haustiere und Garten geben Haushalte durchschnittlich 475 Euro pro Monat aus, etwa ebenso viel für Lebensmittel. Eine eindeutige Kontrolle dieser Kosten lässt sich aus den Daten nicht gewinnen.

    In früheren Umfragen gab es keine plötzlichen, größeren Veränderungen; Die Veränderungen sind langfristiger Natur. Heutzutage geben Haushalte weniger für Kleidung und Schuhe und mehr für Gesundheit und Gastronomie aus. Statistik Austria beziffert die Kosten auf 2.760 Euro pro Person. Dies ist ein statistisch ermittelter Wert und gilt auch für Kinder. Dies wird als Pro-Kopf-Äquivalentausgabe bezeichnet.

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    Source link