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WKÖ und Nationalbank: Rechnungshof untersucht Gehalt von Harald Mahrer

    WKÖ und Nationalbank: Rechnungshof untersucht Gehalt von Harald Mahrer

    Harald Maher verdient nicht nur als Präsident der Wirtschaftskammer (WKO), sondern auch in seiner Funktion als Präsident der Nationalbank gut. Laut „ZiB2“-Recherche erhielt er für letztere Tätigkeit im vergangenen Jahr jährlich 88.000 Euro. Ursprünglich verzichtete er auf diese Gehälter, doch das änderte sich offenbar mit seiner Wiederwahl im Jahr 2023. Mahrer sagte dem ORF, dass das Arbeitsvolumen gestiegen sei, was er ursprünglich unterschätzt habe. Sein Gehalt als WKO-Präsident wird auf der Website mit gut 15.000 Euro pro Monat angegeben.

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    Der Rechnungshof sei nun auch an Mahers Einkommen interessiert, berichtet der ORF. Anfang 2026 wollen die Prüfer prüfen, ob diese Vergütungsgrenze gesetzeskonform ist. Demnach dürfen mehrere Arbeitnehmer maximal 20.391 Euro im Monat verdienen. Während die Nationalbank der Ansicht ist, dass Mehers Gehalt nicht in den Geltungsbereich des Gesetzes fällt, ist dies für den Rechnungshof nicht klar. Dabei wird auch das Verhalten der gesamten Handelskammer überprüft.

    Die Erhöhung für WKO-Mitarbeiter wird wohl nur verschoben

    Unterdessen hält der Aufruhr um eine geplante Gehaltserhöhung für rund 6.000 Mitarbeiter der Handelskammer an. Ursprünglich sollten die Gehälter im Jahr 2026 um 4,2 Prozent steigen. Doch dann machte Maharer am Mittwoch eine Kehrtwende und kürzte die Erhöhung auf 2,1 Prozent.

    Doch ganz korrekt ist diese Darstellung offenbar nicht: Tatsächlich sollen die Gehälter erst im Juni 2026 steigen – dann aber um die ursprünglich anhand der Formel errechneten 4,2 Prozent. Dies führt zwar zu einer durchschnittlichen Steigerung von 2,1 Prozent im Jahresverlauf, hat aber Konsequenzen für spätere Steigerungen, die dann auf Basis des zuletzt gezahlten Gehalts berechnet werden.

    Über die Gehaltsabrechnung für das Jahr 2027 will die IHK jedenfalls keine Auskunft geben. Das sei derzeit „Kaffeebrausen“, angesichts der aktuell niedrigen KV-Verträge sei für nächstes Jahr aber keine nennenswerte Steigerung zu erwarten.

    Die WKÖ drängt weiterhin auf Lohnzurückhaltung

    Die Gehaltserhöhung stößt auf Kritik, da die Handelskammer bei Verhandlungen in anderen Branchen wiederholt Lohnzurückhaltung gefordert hat. Darüber hinaus wird die Inflation angesichts der höheren Rentenbudgetsituation im nächsten Jahr nicht vollständig ausgeglichen, und die Beamten einigten sich auch darauf, den bestehenden Gehaltsvertrag für 2026 neu zu verhandeln. Die Erhöhung um 3,3 Prozent wird um sechs Monate verschoben; 2027 und 2028 soll es jeweils um ein Prozent steigen, was voraussichtlich unter der Inflation bleiben dürfte.

    Dieses Thema sorgt auch bei Unternehmern für große Unzufriedenheit. Der Chef des Automobilzulieferers Remus, Stephan Zöchling, forderte am Mittwoch in einer Aussendung, die Kammerumlage in den kommenden Monaten nicht zu zahlen – die WKO habe offenbar zu viel Geld. Auch ein nüchterner Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) soll hinter den Kulissen interveniert haben.

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