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Norbert Totsnig vor COP30 in ZiB 2: „Klimaschutz kennt keine Grenzen“

    Norbert Totsnig vor COP30 in ZiB 2: „Klimaschutz kennt keine Grenzen“

    Die 30. Klimakonferenz der Vereinten Nationen beginnt am Montag in Belém, Brasilien, direkt am Amazonasdelta. Auf der COP30 besteht große Hoffnung, dass sich das Blatt bei der globalen Erwärmung doch noch wenden könnte. Es sind keine einfachen Zeiten für den Klimaschutz – Wirtschaftskrisen, Kriege, Rechtspopulisten wie Donald Trump stehen ehrgeizigen Zielen zunehmend im Weg. Unterdessen steigen die Treibhausgasemissionen und die Temperaturen weiter an.

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    Die Europäische Union – beim Weltklimagipfel vertreten durch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen – hat sich am Mittwoch nach zähen Verhandlungen auf einem Sonderklimagipfel auf schwache Zwischenziele geeinigt. Bis 2040 müssen die Treibhausgasemissionen jedoch um 90 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Bis zu fünf Prozent dieser Punkte können durch den Kauf von Klimazertifikaten in Drittländern erworben werden.

    „Der wirtschaftlichen Realität begegnen“

    Während Opposition und Klimaschutzorganisationen die Entscheidung kritisierten, lobte Umweltminister Norbert Totsnig (ÖVP) die Entscheidung. Außerdem nimmt er an einer zweiwöchigen Konferenz in Brasilien teil. In der ZiB 2 vom Freitag bezeichnete Totschnig die Einigung auf EU-Ebene als „Durchbruch“ – es müssten die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

    Der Umweltminister sagte, der Klimaschutz treffe „mit der wirtschaftlichen Realität in den Mitgliedstaaten zusammen“. EU steht unter Druck gegen China; Beim Klimaschutz „geht es auch um Wohlstand, Wirtschaftsraum, Arbeitsplätze und Ernährungssicherheit“, erklärt Totschnigg.

    Totschnig verteidigt die Ausweitung des Ankaufs von Klimazertifikaten im Ausland: „Klimaschutz kennt keine Grenzen, wir haben die Atmosphäre“, sagte der ÖVP-Minister. „Wenn wir beim Klimaschutz global erfolgreich sein wollen, müssen wir unseren Klimaschutz auch exportieren und am Ende wird alles aufgehen“, sagt Totschnigg.

    Es gebe noch „offene Punkte“ in der Klimagesetzgebung

    Für das ursprünglich im Sommer angekündigte nationale Klimagesetz liegt noch kein Entwurf vor. Totschnig erklärt die Verzögerung so: „Wir haben diesen Entwurf im Juli zur Abstimmung geschickt. Es gibt offene Fragen, die wir noch besprechen müssen.“ Damit sind beispielsweise die Regierungspartner SPÖ und Neos gemeint. Der Umweltminister sagte nicht, welche konkreten Fragen noch geklärt werden müssten. Aber wir werden „in den nächsten Tagen und Wochen daran arbeiten“.

    Laut Totschnig hat Klimaschutz „natürlich seinen Preis. Letztlich brauchen wir grünes Wachstum, um investieren zu können.“ Darüber hinaus werden auch öffentliche Mittel benötigt, um beispielsweise private Haushalte bei der Umstellung zu unterstützen.

    Europa befindet sich weiterhin im Niedergang

    Totschnig blickt auf die Klimakonferenz: „Als Europa sind wir führend bei der Reduzierung von Treibhausgasen.“ Ziel sei es, das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen und zu fordern, dass „auch andere ihren Beitrag leisten“ – BRICS-Staaten wie Brasilien beispielsweise, erklärt Tottschnig. Dies macht 40 Prozent der weltweiten Emissionen aus.

    Abschließend sagte der Umweltminister zum Fall Wöginger: „Wir sind zuversichtlich, dass dieser im Sinne von Gust Wöginger enden wird.“ Die ÖVP stehe „voll dahinter“.

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