Der SK Sturm hatte in den letzten Jahren mehrere Torhüter zwischen den Pfosten. Insgesamt neun Torhüter haben seit der Saison 2022/23 mindestens ein Pflichtspiel für die Schwarz-Weißen bestritten. Jörg Siebenhandl, Tobias Schützenauer, Arthur Okonkwo, Luka Meric, Vitezslav Jarosz, Kjell Scherpen, Daniil Khudyakov, Matteo Bignetti und Oliver Christensen. Alle haben ihr Können unter Beweis gestellt, die ersten acht sind jedoch eher von der ruhigen Sorte. Nur einer ist daneben. Oliver Christensen.
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Er ist laut, er ist durchsetzungsfähig, er ist anspruchsvoll, er ist ein harter Trainer, er braucht keine Streicheleinheiten. Er ist verrückt, wie er von sich selbst sagt. Es ist positiver Wahnsinn. Eines, das ansteckend und aufregend sein kann. Es ist nicht ungewöhnlich, dass er eine letzte Rede hält, bevor er das Spielfeld betritt. Dies war das Werk von Co-Trainer Uwe Hölzl, dessen legendäre „Honey Badger“-Rede Kultstatus erlangte. Später übernahm Michael Medle die Rolle. Das Team spricht jetzt für sich selbst – und oft ist es Christensen, der den Ton angibt. Der Däne äußerte sich auch vor dem 0:0 gegen Nottingham Forest. „Wenn man wie Ollie eine Rede hält und dann eine Geldstrafe verhängt, ist das wirklich cool“, sagt Jacob Hodl.
„Man will alles für ihn tun, weil man sonst Angst hat, dass er einen zurückdrängt. Aber es zeigt auch die Zuversicht, dass man als Neuzugang diese Verantwortung sofort übernimmt und entsprechende Leistungen erbringt“, sagte Emir Karic. Der bosnische Neo-Teamspieler schätzte auch die motivierenden Reden von Michael Medal sehr. „Bei Mike und Oliver ist es laut, energiegeladen – man kann wirklich spüren, wie die Funken fliegen“, sagt Carrick. Doch das Kapitel Christensen ist bald zu Ende: Der dänische Keeper verlässt Graz im Winter wieder – wie von Anfang an vereinbart, ist Daniil Khudyakov, mit dem die Steirer langfristig die Nummer eins planen, nach seiner Handverletzung zurück.
Christensens Abgang ist sicher; Er hat noch sechs Spiele im Storm-Trikot vor sich. Allerdings bleibt die Zukunft von Trainer Jürgen Sommel offen. Sein Vertrag läuft am Ende der Saison aus und von einer Verlängerung ist noch keine Rede. Bisher war dafür nicht viel Zeit – ein voller Terminkalender mit Europa League, Liga und Pokal hat die gesamte Energie aller Spitzenreiter gebündelt.
Laut, leidenschaftlich und voller Energie
Nach dem heutigen Aufeinandertreffen mit Salzburg (17 Uhr, Sky live) bietet die zweiwöchige Länderspielpause Anlass zur Diskussion. Zuvor wird sich voraussichtlich noch einmal Oliver Christensen in der Kabine zu Wort melden – laut, leidenschaftlich, voller Energie. Die Grazer wollen ihre Siegesserie von drei Spielen gegen die Bulls fortsetzen. „Es wird ein Spiel auf Messers Schneide. Aber wir werden gut darauf vorbereitet sein, es zu gewinnen“, sagt Saumel, der Spekulationen über seine Zukunft mit einem Lächeln zurückweist. Für ihn ist vor allem eines wichtig: der Sieg gegen Salzburg.
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