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Neos präsentiert sich auf der Generalversammlung als „Reformmotor“.

    Neos präsentiert sich auf der Generalversammlung als „Reformmotor“.

    Auf seiner Generalversammlung am Samstag präsentierte sich Neos als „Reformmotor“ der Regierung. Zugleich mahnte Parteichefin und Außenministerin Beit Meinl-Reisinger zur Geduld: Reformen könnten nur „Schritt für Schritt“ erfolgen. Im Ballonsaal des Arsenals in Wien forderte sie strukturelle Maßnahmen zur Sanierung des Haushalts und mehr Transparenz in den Staatsfinanzen. Ein zentraler Vorschlag für einen „gemeinschaftszentrierten Föderalismus“ wurde angenommen.

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    Am Samstag gab es keine große Wahl. Im März stimmten fast 94 Prozent der Neos-Mitglieder in der Ballonhalle einer Regierungsbeteiligung zu. Der Parteivorsitzende sagte, sie seien der Koalition in einer Zeit mehrerer Krisen beigetreten, darunter vielleicht der hartnäckigsten Wirtschaftskrise der zweiten Republik. Sie lobte die bisherige Regierungsarbeit ihrer Partei und erwähnte die Rentenreform und die Bundesanwaltschaft. In einem Interview mit dem „Courier“ (Samstagsausgabe) stellte der Abgeordnete Waite Dengler fest, dass auch in der Partei Ungeduld herrsche: „Das Land braucht große Reformen und ich stimme mit allen überein, die sagen: Hier gibt es viel zu tun.“ SPÖ und ÖVP „sind nicht so ehrgeizig wie wir“. Wenn es beispielsweise um Renten geht, muss über die Höhe der Leistungen gesprochen werden.

    Hohe Unterstützung für den „gemeinschaftszentrierten Föderalismus“.

    Meinl-Reisinger sagte, sie könne nicht versprechen, dass alles schnell gehen werde; Verhandlungen erfordern Geduld. Sie forderte jedenfalls mehr Klarheit über die zuletzt verschlechterten Haushaltszahlen. Es sei schließlich frustrierend, Woche für Woche neue Zahlen auf den Tisch zu bekommen, „was noch schlimmer ist“. Zur Sanierung des Haushalts sind strukturelle Maßnahmen erforderlich; Neos fordert einen „gemeinschaftszentrierten Föderalismus“. Ein entsprechender Leitvorschlag stieß am Samstag auf 96,87 Prozent Zustimmung.

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    Daher sollten die Kommunen mehr Steuerautonomie haben, indem sie einen Teil der Einkommensteuer direkt ihnen überlassen. Dies solle unbürokratisch und automatisiert durch das Finanzamt erfolgen, sagte Claudia Gamann, Sprecherin des Vorarlberger Neos-Landes. Doppel- und Dreifachfinanzierungen sollten abgeschafft werden. Neos will die Kompetenz des Bildungspersonals auf den Bund übertragen und soll die Gesundheit in den Gesundheitssektoren organisieren.

    Gegen Angriffe auf NGOs

    Es werde viel darüber geredet, wie viel er um die Welt reise, sagte Meinal-Reisinger. Es brauche eine aktive Außenpolitik, wies sie die Kritik zurück – schließlich sei Außenpolitik „noch nie so stark mit der Innenpolitik verbunden gewesen wie heute“. Sie forderte Investitionen in die europäische Verteidigungsfähigkeit: „Wer Frieden will, braucht Stärke.“ Wir müssen uns auch gegen Populisten wehren, die „alles zerstören wollen, was uns ausmacht“. Besonders kritisch äußerte sich Meinl-Reisinger zu Angriffen auf Ehrenamt und NGOs. Wie andere rechte Parteien in Europa hat die FPÖ in letzter Zeit immer wieder Nichtregierungsorganisationen angegriffen.

    Die Freiheitspartei griff Pink sofort an. „Neos ist kein Reformmotor, sondern Träger des teuersten Steigbügels der zweitrepublik“, sagte Blue-Generalsekretär Michael Snedlitz in einer Aussendung. Meinl-Reisinger und Deregulierungsstaatssekretär Joseph Schellhorn „verkauften ihre eigene Partei“ für zwei Positionen. Erneut wiederholte er Meinal-Reisingers Kritik an der Besorgnis.

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    Neos habe inzwischen mehr als 4.000 Mitglieder, gab Generalsekretär Douglas Hoyos zu Beginn bekannt. 500 Personen besuchten die Mitgliederversammlung im vollbesetzten Ballonsaal. Diese sollte ursprünglich im Juni stattfinden, wurde aber aufgrund einer Schießerei an einer Grazer Schule verschoben.

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