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Volleyball-Bundesliga: Aufschlag als vollendete Kunst

    Volleyball-Bundesliga: Aufschlag als vollendete Kunst

    Für UVC Graz-Kapitän Erwin Kopscher könnte es teuer werden, wenn er während seines Aufschlags in der Volleyball-Bundesliga geblitzt wird. „Im Waldviertel haben sie einmal einen Aufschlag von mir mit 120 km/h gemessen“, verriet der gebürtige Kärntner vor dem heutigen Steirerderby bei Hartberg (19 Uhr). Mit seinen sechs Aufschlagpunkten führt er die Grazer Rangliste an; Nur zwei andere Spieler in der Liga haben mehr. Warum hat der Aufschlag im Volleyball eine so besondere Bedeutung? „Es ist das Element, mit dem man sofort versucht, dem Gegner das Leben schwer zu machen. In der Bundesliga ist das Niveau an Schnelligkeit und Athletik so hoch, dass man mit einem komfortablen Aufschlag keine Punkte erzielen kann. Deshalb gehen viele Menschen mehr Risiken ein.“

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    Auch der 26-Jährige zählt selbst zu den risikofreudigen Sportlern, denn der UVC-Kapitän besitzt die Lizenz zum Punkteholen. „Mit Boris Schukow und mir haben wir zwei Spieler, die grünes Licht haben, voll auf den Aufschlag zu gehen. Die Wahl des Aufschlags hängt maßgeblich von der Taktik und der Spielsituation im Allgemeinen ab. Wenn der Gegner stolpert, möchte man ihn nicht mit einem Aufschlagfehler wieder ins Spiel bringen“, sagt Kopscher, der seinen Aufschlag im Laufe seiner Karriere angepasst hat. „Früher habe ich den Ball sehr hoch geworfen, jetzt versuche ich mit kurzen Würfen zu überraschen. Das hilft mir auch bei der eigenen Ballkontrolle.“

    Mulder ist erstaunt über seine eigene Stärke

    Während Kopscher einer der besten Spieler der Liga ist, war Hartberg-Mittelblocker Stefan Mulder überrascht, als er von seinen Qualitäten erfuhr. Mit fünf Punkten ist er hinter Legionär Hampus Ekstrand der zweitbeste Spieler des TSV. „Das hätte ich sicher nicht gedacht“, scherzt der 20-Jährige. „Vielleicht sind die Statistiken noch nicht so aussagekräftig, weil wir noch nicht so viele Spiele gespielt haben.“ Bei aller Bescheidenheit weiß Mulder, wie wichtig ein starker Aufschlag ist. „Für Zuschauer ist es nicht oft sichtbar, aber Aufschlag und Empfang entscheiden oft ganze Spiele. Wenn man zum Beispiel einen starken Außenhitter aus dem Spiel nehmen will, versucht man, ihn kurz aufzuschlagen. Es geht auch um die Taktik des Trainers.“

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    Sollte das Duell der Steirer gegen Ex-Klub Spitz bis zur letzten Minute ausfallen, wird Mulder im entscheidenden Moment kein Problem damit haben, auf der Aufschlagposition zu sein. „Es ist auf jeden Fall eine Belastung, aber genau das macht den Reiz aus.“ Für ihn ist das Duell mit Graz aufgrund seiner Zeit bei UVC immer etwas Besonderes. „Sie möchten eine Art Bestätigung, dass Sie mit der Änderung die richtige Entscheidung getroffen haben.“ Vor seinem ehemaligen Kameraden Kopscher ist er jedenfalls gewarnt: „Es wird bestimmt die ein oder andere Rakete geben!“

    Vor den Männern kommen in der Hartberghalle die Frauen der beiden Vereine an die Reihe: Los geht es um 16.30 Uhr.

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