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Bosniens „Österreicher“: Gute Bekanntschaften und die Emir-Karic-Kontroverse

    Bosniens „Österreicher“: Gute Bekanntschaften und die Emir-Karic-Kontroverse

    Man kennt sich. In diesem Fall bedeutet dies nicht, den Gegner wie üblich im Hinspiel anzuerkennen, das Österreich in Zenica mit 2:1 gewann. Einige Spieler des Teams aus Bosnien-Herzegowina haben tiefere Verbindungen zu Österreich, darunter auch österreichische Pässe, andere üben ihren Beruf in der Bundesliga aus. Wie Jungstar Kerim Alajbegovic. Das 18-jährige Juwel geht derzeit in Salzburg die nächsten Schritte seiner Karriere. Torwart Haris Tabaković startete in der 2. Liga bei Austria Lustenau, bevor er mit Toren am Fließband für Austria Wien den Sprung nach Deutschland (aktuell Gladbach) wagte.

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    Tarik Muharremovic verteidigt nun in der Serie A für Sassuolo, nachdem er seine Jugend in Klagenfurt verbrachte und über Wolfsburg in die Jugendmannschaft von Juventus Turin wechselte. Ersatztorwart Osman Hadzic spielte in der U21 noch für Österreich. Amar Dedic von Benfica (Marktwert 13 Millionen Euro) wird das Spiel wegen einer Sperre verpassen. Den beruflichen Sprung schaffte er in Salzburg, aufgewachsen ist er aber in Graz. Der Stürmer-Rechtsverteidiger Arjan Malik wurde in Slowenien geboren und verbrachte seine Jugend im Inviertel. Auch beim ÖFB war es ein Thema, entschied sich aber letztes Jahr für Bosnien.

    Sein Vereinskamerad Emir Karic hingegen nahm vor einem Jahr ebenfalls die bosnische Staatsbürgerschaft an und sorgte in den vergangenen Tagen für unfreiwillige Schlagzeilen. Eigentlich hätte der gebürtige Linzer am Samstag gegen Rumänien sein Debüt für sein Elternland geben sollen, doch die nötige Genehmigung des ÖFB erfolgte nicht rechtzeitig und ließ auch am Montagabend noch auf sich warten. Sehr zum Leidwesen von Teamchef Sergei Barbarez. „Ich empfinde das nicht als sehr respektvoll, es ist keine höfliche Art. Es geht um einen Jungen, der nie ein Spieler der A-Nationalmannschaft war“, erklärte der 54-Jährige nach seiner Ankunft in Wien. Laut Barbarez habe die FIFA den ÖFB gebeten, die Genehmigung rechtzeitig zu erteilen. Er selbst rechnet mit „einer Minute vor Mitternacht“.

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    Wenn Carrick sein Debüt gegen ein Land gibt, für das er neun Junioren-Länderspiele bestritten hat, wird das Spiel noch explosiver. Angesichts der Ausgangslage eines direkten Duells um das WM-Ticket ist das schon hoch. „Vor der Qualifikation habe ich von diesem Moment geträumt, dass wir im November die Chance haben würden, uns direkt zu qualifizieren, und es ist passiert“, sagte Barbarez und drückte seine Begeisterung aus. Österreich wird der Favorit sein, doch sein Team ist voller Selbstvertrauen und hat aus der Niederlage in Zenica gelernt: „Wir haben die Österreicher gut analysiert.“

    Harris Tabakovic in Edins Edz Schweden?

    Allerdings ist auch das Gegenteil der Fall. Für Teamchef Ralf Rangnik ist unklar, ob Tabakovic von Beginn an an der Seite von Superstar Edin Dzeko im Angriff stehen wird oder von der Bank kommt. „Wir sind für beide Situationen bereit“, sagt der ÖFB-Trainer. „Wenn beide Mittelstürmer von Anfang an spielen, werden sie wahrscheinlich viel mit dem Ball von außen spielen. Wir müssen versuchen, das zu verhindern.“

    Vieles deutet darauf hin, dass es im ausverkauften Heppel Oval nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch auf der Tribüne heiß hergehen wird. An lautstarker Unterstützung wird es dem bosnischen Team nicht mangeln. Die herzliche Atmosphäre, die Marko Arnautovic erwartet: „Je voller das Stadion, desto besser.“

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