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Nach erfolgreicher Qualifikation: Andreas Herzog: „Wir müssen bei der WM besser werden“

    Nach erfolgreicher Qualifikation: Andreas Herzog: „Wir müssen bei der WM besser werden“

    Andreas Herzog dürfte beim Turnier im kommenden Sommer in Nordamerika als letzter österreichischer WM-Torschütze abgelöst werden. „Diese Generation hat das verdient“, sagte Herzog in seinem ersten APA-Interview seit 1998.

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    Aufgrund seiner Qualität ging das ÖFB-Team neben Bosnien und Rumänien als Favorit in die Qualifikationsgruppe. „Aber man muss es auch umsetzen, es ist kein Selbstläufer“, betonte Herzog. Der 103-fache Nationalspieler lobte Teamchef Ralf Rangnick, dass er seit seinem Amtsantritt in Österreich für Begeisterung gesorgt habe. Die Teilnahme an der Europameisterschaft wäre großartig, aber die Weltmeisterschaft darüber hinauszustellen. „Für andere Sportler ist es wie bei den Olympischen Spielen – das Größte, was es gibt.“

    „Das Tor wird in die Geschichte eingehen“

    Für David Alaba und Marko Arnautovic könnte es die letzte Chance sein, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. „Seit zehn, zwölf Jahren ist er ein Aushängeschild des österreichischen Fußballs. Das freut mich für beide umso mehr“, erklärte Herzog. Anders als Herbert Prohaska, der 1998 mit Herzogs anhaltenden Zehenproblemen zu kämpfen hatte, wollte Rangnik die wichtigsten Spieler fit für das Turnier machen. „Dann können wir bei der WM richtig Leistung bringen und den Sieg feiern.“ Andererseits wird man mit einer Leistung wie dem 1:1-Unentschieden gegen Bosnien im Qualifikationsendspiel nicht im Turnier glänzen.

    Neben Alaba und Arnautovic nannte Herzog aufgrund ihres „Torsinns“ auch Marcel Sabitzer und Michael Gregorisch als Schlüsselspieler. Letzterer rettete das ÖFB-Team mit seinem Ausgleichstreffer gegen Bosnien über die Ziellinie. „Das Tor wird in die Geschichte eingehen“, sagte Herzog. Ähnlich wie damals im Eröffnungsspiel der WM-Qualifikation 1997 gegen Schweden (1:0). Bei der Weltmeisterschaft in Frankreich erzielte er im letzten Gruppenspiel gegen Italien (1:2) einen Elfmeter.

    Arnautovic (36), Alaba (33), Sabitzer und Gregorits (beide 31) hätten derzeit mit Xaver Schlager, Konrad Lamar (beide 28) und Christoph Baumgartner (26) eine „spannende Generation“, sagte Herzog. Wir haben uns in letzter Zeit für mehrere Endspiele qualifiziert. „Aber davon darf man sich nicht blenden lassen. Auch wenn es gut läuft, macht man Fehler. Da muss man aufpassen“, mahnte der 57-Jährige. „In guten Zeiten stellt man die Weichen für die Zukunft.“

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    Mit Ausnahme von Rapids Nikolaus Wurmbrand (19) ist kein Spieler im A-Kader unter 21 Jahre alt. „So viele haben wir in den letzten Jahren nicht veröffentlicht. Andere Länder haben es besser gemacht“, sagte Herzog. Die Wiener hoffen auf ein Jahr, das derzeit bei der U17-Weltmeisterschaft in Katar für Aufregung sorgt. „Wenn ein paar nicht bald angreifen und in der Bundesliga spielen, haben wir etwas falsch gemacht.“ Mit jungen Spielern sollte man nicht zu lange warten. „Man muss sie unterstützen, aber auch herausfordern, hart mit ihnen zusammenarbeiten und sie auf die internationale Ebene bringen.“

    Begehrenswertes Argentinien

    Im Vergleich zum Kader der WM 1998 spielt die Mannschaft mittlerweile deutlich mehr Spieler im Ausland. „Es ist von Vorteil, wenn jeder in einer guten Liga gefordert wird und über internationale Erfahrung verfügt. Es ist auch ein Reifeprozess, der sich positiv auf die Mannschaft auswirkt.“

    Österreich wird seinen WM-Gruppengegner am 5. Dezember erfahren. Herzog würde ein ÖFB-Duell mit Lionel Messi und Co. lieben. „Es wird schön sein, gegen Argentinien zu spielen, gegen den Weltmeister, damit sie uns auch kennenlernen können. Wir brauchen die Europäer nicht als Gegner.“ Unterschiedliche Spielstile und Kulturen sind die Essenz der Weltmeisterschaft. „Bei der Europameisterschaft ist alles sehr ähnlich.“

    Bitte beachten Sie, dass Nordamerika große Entfernungen, manchmal große Hitze und die Höhenlage von Orten wie Mexiko-Stadt hat. „Das ist kein Österreicher oder Europäer gewohnt. Da muss man wirklich vorsichtig sein“, sagte Herzog. Der ehemalige Co-Trainer und U23-Trainer der USA (2011–2016) warnte auch vor dem Zeitunterschied zwischen der West- und der Ostküste. „In Österreich kann ich schon erkennen, wann die Sommerzeit umgestellt wird. Drei Stunden ist eine andere Sache.“

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    Sportanlagen im Ausland seien ein „absoluter Traum“ – vor allem in den USA, aber auch in Kanada. Herzog wünscht sich ein ÖFB-Ziel im Westen, zum Beispiel in Vancouver oder Los Angeles, wo er 2004 seine aktive Karriere beendete. Angst vor politischen Unruhen während des Turniers hat der Ex-Militär nicht. Damit es zu keinen Problemen kommt, wird US-Präsident Donald Trump vorab alles mit der FIFA und ihrem Chef Gianni Infantino klären. „Es ist eines der größten Sportereignisse. Wenn Amerikaner etwas organisieren, wollen sie keinen schlechten Ruf bekommen.“

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