...
Skip to content

Vierschanzentournee: Schöffenig: „Skispringen kann richtig brutal sein“

    Vierschanzentournee: Schöffenig: „Skispringen kann richtig brutal sein“

    Nun ja, Domen Prevc ist das Maß aller Dinge im Skispringen bei der 74. Auflage der Vierschanzentournee. Der Slowene übersprang als einziger Athlet in beiden Durchgängen in Oberstdorf die 140-Meter-Marke und erzielte dabei 17,5 Punkte (das entspricht rund zehn Metern). Statistisch gesehen ist dies der viertgrößte Vorsprung in der Tour-Geschichte nach dem ersten Stopp hinter Sigurd Pettersson, Hans Georg Eschenbach und Gregor Schlierenzauer – alle drei holten am Ende auch den Gesamtsieg. Aber eines ist klar: Der beste Gesamtweltcup-Leader kann sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen – zumindest wenn es nach Daniel Tschoffenig geht.

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    Der Kärntner erhob sich wie Phönix aus der Asche im Oberalgau und fand nach einer für seine Verhältnisse sehr bescheidenen Saison zur richtigen Zeit zu alter Stärke zurück. Alle Schocks und Zweifel der letzten Wochen waren in Oberstdorf vergessen – die Richtung stimmt wieder für den Titelverteidiger, der gerne als erster Verfolger am Kampf gegen den „Dominator“ teilnimmt.

    „Ich hatte schon vor der Tour das Gefühl, dass es endlich in die richtige Richtung geht. Umso schöner ist es, dass sich die harte Arbeit jetzt auszahlt“, sagt der Kärntner. Nachtrag: „Skispringen kann wirklich brutal sein. Manchmal versteht man nicht, warum es nicht funktioniert. Und manchmal zweifelt man daran, aber man ist an der Spitze.“ Tshofenig liegt nun auch vor dem Neujahrswettkampf am Donnerstag in Garmisch (14 Uhr, ORF 1 live) in Führung. Es stellt sich nur die Frage, wie Prevc noch gestoppt werden kann? „Er springt im Moment super, Oberstdorf war mit ihm leider keine Eintagsfliege. Mehr als selbst gut zu springen kann ich nicht machen. Drei Sprünge sind es noch, da kann auf jeden Fall noch viel passieren. Der Druck ist groß“, machte sich der 23-Jährige Mut.

    SEE ALSO  "Viel wichtiger als Fußball": Die Verwendung von Notfällen garantiert das Schweigen während des HSV -Spiels zum Schweigen

    Tschofenig rechnet nicht damit, dass die Wetterkapriolen den Präzedenzfall zunichtemachen könnten. „Mir wären stabile Bedingungen lieber. Auch weil ich mir faire Wettbewerbe wünsche. Wenn er der Beste ist, sollte er gewinnen.“ Stattdessen vertraute der ÖSV Garuda auf den Fehler des Slowenen. „Fehler können schnell passieren. Es gibt nur sehr wenige Springer, die die gesamte Reise problemlos absolviert haben. Das kann sehr schnell passieren – dann sind 17,5 Punkte nichts.“

    Schöne Erinnerungen an letztes Jahr

    Obwohl er nach vorne blickt, sollte Tshofenig den Rückspiegel nicht ignorieren. Denn der Deutsche Felix Hoffmann (-1,9 Punkte) und Teamkollege Jan Horl (-2,1) liegen nah am Akomizer. Umso angenehmer ist es für „Tshofe“, dass der Neujahrswettkampf (Qualifikation beginnt heute um 16 Uhr) vor der Tür steht, denn im vergangenen Jahr gewann er den Olympiabakken und legte damit den Grundstein für seinen Gesamtsieg. „Es ist keine einfache Schanze; man kann dort viele Punkte sammeln, aber auch verlieren.“ Letzteres dürfte bei den Kärntnern natürlich nicht der Fall sein.

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    Source link