Victoria Swarovski und Marc Mateschitz sind bei der Rallye Dakar offenbar verdeckt unterwegs. Foto: imago/Jan Hübner
Unter falschem Namen: Ein Promi-Paar hat heimlich die Rallye Dakar ins Leben gerufen
Auf den ersten Blick passen sie wirklich nicht. Ein „glamouröses Paar“ nahm am härtesten und gefährlichsten Autorennen der Welt teil, berichtete die Kleine Zeitung in Österreich vor einigen Tagen. Ab Samstag wird die Rallye Dakar erneut durch den Wüstensand Saudi-Arabiens rasen, täglich Hunderte von Kilometern unter der sengenden Sonne. Mittendrin laut Startliste: Mark Musterman mit der Nummer 267, die Nummer 332 trägt einen gewissen Vic Flip – im echten Leben heißen die beiden mit ziemlicher Sicherheit Mark Mateschitz und Victoria Swarovski.
„Das österreichische Power-Paar sucht das Abenteuer“, schrieb die Kleine Zeitung, und seitdem hat sich die Nachricht, zumindest in der Welt des Motorsports, schnell verbreitet. Mateschitz (33) ist ein milliardenschwerer Sohn des Red-Bull-Gründers. Nach dem Tod von Dietrich Mateschitz im Jahr 2022 hält er 49 Prozent der Anteile des Energy-Drink-Unternehmens. Swarovski (32) stammt aus der gleichnamigen österreichischen Kristalldynastie und ist in Deutschland einem Millionenpublikum als TV-Moderatorin bekannt.
Mateschitz und Swarovski starten bei der Rallye Dakar
Das Paar tritt selten gemeinsam in der Öffentlichkeit auf und dieses Engagement im Motorsport soll kein Bühnensprung sein. Wer Red Bull fragt, wird genau das hören: Persönliche Dinge bleiben persönlich.
Der Start der Dakar, die seit 2008 nicht mehr in Afrika ausgetragen wurde, ist jedoch nicht nur eine kurzlebige Laune zweier Promis aus der „Glamour“-Branche. Seit nunmehr zwei Jahren nehmen beide – anonym – an sehr ähnlichen, anspruchsvollen Veranstaltungen teil, den sogenannten Bajas oder Rallye-Razzien unter dem Dach des Weltverbandes FIA. Also Offroad-Rennen durch freies Gelände. Beide werden in den Jahren 2024 und 2025 auf vielen Scorecards stehen.
Ein Undercover-Paar spielt Doe und Flip
John Doe wird einen 400 PS starken Toyota Hilux fahren. in der Spitzenklasse T1+ über den Sand, und im gleichen Segment werden die Rallye-Ikonen Sebastien Loeb (Dacia) und Carlos Sainz (Ford) antreten. Wieder: Titelverteidiger Yazid Al Raji mit dem deutschen Beifahrer Timo Gottschalk (Toyota). „Flip“ pilotiert einen Can-Am Maverick R, einen 240 PS starken Buggy, in der Challenger-Klasse.
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Der Streckenverlauf hat seit Jahren nichts mehr mit dem Start zu tun; Die erste Ausgabe lief im Winter 1978/1979 als „Paris-Dakar“ von Europa nach Afrika. Dennoch gilt sie immer noch als die wichtigste Langstreckenrallye überhaupt. Bei der 48. Auflage geht es bis zum 17. Januar über rund 8.000 Kilometer durch schwierige Landschaften. Nach dem Prolog am Samstag werden in 13 Etappen 4.900 Kilometer gegen das Wetter zurückgelegt. Start und Ziel sind in der saudischen Küstenstadt Yanbu am Roten Meer. (mp/sid)
