Auf dem Weg zum Hartberger Stadion sind an einigen Häusern noch Weihnachtsbeleuchtungen zu sehen. Auch der einsetzende Schneefall sorgt für eine weihnachtlichere Stimmung. Doch die gemütlichen Weihnachtstage sind vorbei, obwohl TSV-Trainer Manfred Schmidt auch zugibt: „Hier ist es sehr schön und ruhig.“ Der Wiener Torwart läuft gemeinsam mit Trainer Christian Dobnik über den Kunstrasen, wo die Co-Trainer Christian Merleb und Andreas Biritz bereits mit dem Aufbau der Stationen fertig sind. „Es ist egal, wie das Wetter wird, Hauptsache es geht wieder los“, sagt Schmid. Bei einer Temperatur von knapp zwei Grad Celsius – natürlich im Minusbereich – versammeln sich der Trainer und einige Spieler. Von den 25 Künstlern auf Kunstflächen treten nur zwei Wadenpaare in Dreiviertelhosen auf.
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Entspannter geht es derzeit den Volleyballspielern zu, die am Mittwoch in der Hartberghalle neben dem Trainingsgelände für das Rückspiel des Europacups trainieren. Trotz der niedrigen Temperatur begannen die Beleidigungen der Krabben früh. „Er hat es gleich im ersten Training geschafft“, sagt Jürgen Heil. Der Kapitän betritt das Spielfeld nur in Laufschuhen. Freiwillig lässt der 28-Jährige den Trainingsauftakt natürlich nicht ausfallen. Eine Herbstverletzung macht dem oststeirischen Fahrer zu schaffen. „Aber es wird nicht ewig dauern“, sagt er.
Keine neuen Gesichter
Nach einer kurzen Ansprache von Schmidt („Es gibt nicht viel zu besprechen, es gibt keine neuen Spieler“) geht es los. „Aber am Anfang muss man vorsichtig sein“, sagt der 54-Jährige. Nach dem Aufwärmprogramm kommt der Ball ins Spiel. Orangefarben, passend zum Wetter. „Die ersten Tage werden für die Jungs nicht sehr angenehm“, sagt Schmid. „Laufen gehört dazu. Aber wenn möglich, sollte der Ball immer dabei sein.“ Ein sehr intensives Duell fehlt zu Beginn noch. Vielleicht auch, weil die größte Angst eines Fußballers vor Temperaturen unter dem Gefrierpunkt liegt. Das heißt, ein anderer Spieler tritt mit seinem Schnürsenkel auf den Fuß eines anderen Spielers. Ein höllischer Schmerz. Zum Glück passiert das nicht. Nur anderthalb Stunden später beendet Schmid das erste gemeinsame Training des Jahres.
Im Grunddurchgang, in dem es für den TSV am 7. Februar bei Rapid weitergeht, sind noch fünf Runden zu absolvieren. Mit dem vierten Platz ist die Meisterschaftsgruppe mehr als realistisch. „Ein klares Ziel wird nicht am ersten Trainingstag festgelegt“, sagt Schmidt. „Aber mit der Leistung, die wir gezeigt haben, ist die Chance, unter die ersten sechs zu kommen, sehr groß. Wenn sich die Chance ergibt, wollen wir sie nutzen. Aber wir wissen auch, dass es sehr knapp werden wird.“
Während die Hartburger zur Hütte laufen, kreist der Schneepflug um das Stadion. Heutzutage ist ein vollständig bespielbarer Kunstrasen ohnehin nicht mehr notwendig, da Leistungstests bei Elias Havel und Co. kaum auf der Agenda der Spieler stehen. Am 13. Januar gehen wir in ein Trainingslager nach Katz (SLO).
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