Österreichs Handballer haben erfolglos mit der unmittelbaren Vorbereitung auf die am 15. Jänner beginnende Europameisterschaft begonnen. Mykola Bilic und Co. unterlagen am Dienstag in Wien knapp mit 29:30 (13:13) den Tschechen, die sich ebenfalls für die Endrunde qualifizierten. Es war die zweite Niederlage im zweiten Spiel unter Neo-Trainer Iker Romero. „Mit dem neuen Trainer stehen wir noch am Anfang, es braucht Zeit“, betonte Bilic.
Hinterlassen Sie eine Anzeige
Für den Kiel-Legionär und seine Teamkollegen geht das Vier-Nationen-Turnier in Paris am Freitag (18.30 Uhr) gegen Gastgeber Frankreich weiter. Das Spiel um Platz drei und das Finale gegen Island oder Slowenien werden am Sonntag ausgetragen. Am Dienstag nächster Woche fliegen wir nach Herning in Dänemark, wo am 15. Januar das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft gegen Deutschland stattfindet. Weitere Gegner in der Gruppe A sind Spanien (17. Januar) und Serbien (19. Januar). Für den Einzug in die Hauptrunde ist mindestens ein zweiter Platz erforderlich.
Teamchef unzufrieden
Am Dreikönigstag erholte sich die Austria vor rund 2.500 Zuschauern in der Sport Arena Wien nach fünf intensiven Trainingstagen von einem Drei-Tore-Rückstand bis zur 20. Minute. Insbesondere Kreisspieler Tobias Wagner war in dieser schnellen Phase der häufig gefragte Mann und mit insgesamt zehn Toren auch Österreichs bester Werfer. Das rot-weiß-rote Spiel wurde schließlich etwas abwechslungsreicher und sogar Torwart Konstantin Mostl glänzte mit einigen Paraden. Das Ergebnis war 9:9 (in der 20. Minute), doch trotz zweier Chancen konnten wir vor der Pause nicht in Führung gehen.
Nach der Pause gelang es den Hausherren, sich den ersten Vorteil zu verschaffen, und das Rückfeld wurde nun zu einer größeren Gefahr. In der 42. Minute lagen sie sogar mit drei Toren Vorsprung (21:18). Danach fehlte der ÖHB-Auswahl die Finesse, die Führung auszubauen. Der Tscheche erzielte mehrere schnelle, relativ einfache Tore, glich mit einem 3:0-Lauf den 21:21-Ausgleich aus (45.) und schoss am Ende sogar drei Tore (25:28/54.). Österreichs endgültiges Comeback gelang nicht mehr. Im 20. Spiel erlitten sie gegen Tschechien ihre 15. Niederlage (von 5 Siegen).
„Die Leistung und das Ergebnis waren heute nicht gut. Diese Niederlage tut weh“, erklärte Romero im ORF. Jetzt „ist es wichtig, die Fehler offen anzusprechen und daraus zu lernen. Mental ist es hart, aber wenn wir die richtigen Konsequenzen daraus ziehen, kann uns eine Niederlage wie diese helfen“, erklärte der Spanier, dessen Team nun gegen EM-Titelverteidiger Frankreich antritt. „Frankreich ist ein sehr starker Gegner, aber gerade deshalb ist es ein guter Test – wir wissen, dass wir im Moment noch nicht bereit sind und in den nächsten Tagen intensiv arbeiten müssen.“
Hinterlassen Sie eine Anzeige