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SPÖ-Parteitag: Babler könnte theoretisch noch Konkurrenz bekommen

    SPÖ-Parteitag: Babler könnte theoretisch noch Konkurrenz bekommen

    Personell geht die SPÖ erneut in ein kritisches Jahr. Sollte Vizekanzler Andreas Babler auf dem Parteitag im März bestätigt werden, dürften die Sozialdemokraten ohne personelle Veränderungen in die entscheidenden Landtagswahlen 2027 und 2028 gehen. Der Parteivorsitzende war bereits im November vom Vorstand als Kandidat nominiert worden, doch auf Anfrage bestätigte die Parteizentrale, dass das Gremium auch einen anderen Kandidaten nominieren könne.

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    Das ist etwas seltsam, denn das neue Gesetz soll sicherstellen, dass bei mehreren Kandidaten die Wahl eines Mitglieds eine Entscheidung herbeiführt. Die Frist zur Nominierung von Bablers Herausforderer verstrich Mitte Oktober, ohne dass ein Bewerber die erforderlichen Unterstützungsbekundungen vorlegte. Damit war klar, dass die Partei über den Kongress entscheiden würde. Dies war für den Fall gedacht, dass tatsächlich nur ein Kandidat kandidierte.

    Kern könnte interessiert sein

    Seit Monaten gibt es Gerüchte, dass für Babbler Konkurrenz in den Startlöchern stehen könnte. Einziger ernsthafter Kandidat ist der ehemalige Parteichef Christian Kern, der sich noch nicht öffentlich bekannt gegeben hat. Nach APA-Informationen werden sich einige staatliche Institutionen freuen, wenn sich der Altkanzler erneut meldet. Anders sieht es jedoch in Wien aus, das über eine große Zahl an Delegierten verfügt und Kerns überstürzten Abgang im Jahr 2018 nicht vergessen hat, der in der Partei großes Chaos hinterließ. In der auch innerhalb der Partei starken Gewerkschaft ist man mit Babbler überwiegend zufrieden, da er stets ein offenes Ohr für die Wünsche der FSG hat.

    Sollte sich Kern letztendlich dazu entschließen, für das Amt zu kandidieren, steht ihm möglicherweise nichts mehr im Weg, wenn er im Vorstand eine Mehrheit für sich erhält. Auf APA-Anfrage betonte die SPÖ, man erwarte zwar keine weiteren Bewerber, der Vorstand habe aber die Möglichkeit dazu. Die ordentliche Sitzung des Gremiums wird am 13. Februar vor dem Parteitag am 7. März auf der Wiener Messe stattfinden. Lediglich im Januar wird es eine Präsidentenklausur geben, um die Inhalte des Parteitags vorzubereiten. Ein zentraler Vorschlag muss dann im Februar vom Vorstand der Partei genehmigt werden.

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    Ungünstige Abstimmung für Babbler

    Befeuert wurde die Personaldebatte zuletzt durch eine von der IFDD in der „Kronen Zeitung“ veröffentlichte Umfrage, wonach die SPÖ mit dem Spitzenkandidaten Kern auf 24 Prozent käme, während sie mit Babler nur auf 18 Prozent käme. Darauf angesprochen sagte der Parteivorsitzende am Sonntag in „Zeit im Bild 2“, dass Kern nicht in der Regierung sei und daher nicht für die unangenehmen Maßnahmen verantwortlich sei, die die Regierung ergreifen musste. Auf die Frage, ob er mit seinem Vorgänger abstimmen würde, verzichtete er darauf: „Ich glaube, dass es keine Abstimmung geben wird.“

    Auf jeden Fall hat Babbler ein sehr starkes Ergebnis zu verteidigen. Beim letzten Parteitag in Graz im November 2023 erhielt er rund 89 Prozent der Delegiertenstimmen. Der nächste reguläre Parteitag nach dem kommenden März wird erst 2029 und damit im Jahr der nächsten Bundestagswahlen stattfinden.

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