...
Skip to content

Handball-EM 2026: Alte Heldenmomente, neue Antriebskraft: Österreich will neu starten

    Handball-EM 2026: Alte Heldenmomente, neue Antriebskraft: Österreich will neu starten

    Die Bilder von der letzten Handball-Europameisterschaft sind unvergesslich. Es gab ein sensationelles 33:33-Spiel gegen Spanien, mit dem die österreichische Nationalmannschaft die Großmacht aus dem Turnier warf und die Hauptrunde erreichte. Dort gipfelte die Freude in einem Sieg gegen Ungarn und einem Unentschieden gegen Deutschland – die nach ihrer starken Leistung auch die Skifans im VIP-Bereich des Hennenkämm-Rennens in Kitzbühel begeisterten. Dass Österreich überhaupt um den Einzug ins Halbfinale spielen durfte, erscheint angesichts des zweijährigen Rückstands fast utopisch – war aber die Realität. Bernd Rabensifner, Generalsekretär des Österreichischen Handballbundes, sagt, das Hauptevent 2024 sei ein „Game Changer“ gewesen: „Die Mannschaft hat unglaublich viele Menschen begeistert. Auch außerhalb der Handball-Community.“

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    Das war vor zwei Jahren. Die Vergangenheit spielt im Sport heute kaum noch eine Rolle – sofern noch Hoffnung besteht, dass wir an die damals entstandene Begeisterung anknüpfen können. Und in den Köpfen der Handballer ist das Erreichte vielleicht auch eine Maßnahme, die zeigt: Es kann auch gegen größere Spieler funktionieren. „Wir haben bei dieser Europameisterschaft ein Niveau erreicht, das wir uns nie hätten vorstellen können. Darauf müssen wir aufbauen“, sagt Österreichs Star-Torwart Constantin Mostl. Er und sein Team bilden mit Deutschland, Spanien und Serbien eine vorläufige Gruppe A – was man ein „Hammer Draw“ nennt. „Wir sind keine Favoriten, das weiß jeder“, sagt Flügelstürmer Sebastian Frimmel und spielt auf die letzte Europameisterschaft an, wenn er sagt: „Aber wir wollen in die Hauptrunde, für Hype sorgen und Menschen begeistern.“

    Für Österreich beginnt heute in einer Woche in Herning (DEN) die Europameisterschaft gegen Deutschland, dann warten die Spanier, die mit Österreich noch eine Rechnung offen haben. Die österreichische Nationalmannschaft hat die spanische Natur bereits zu spüren bekommen: Iker Romero reist zu seinem ersten Großereignis als österreichischer Teamchef. Mit dem ersten EM-Testgalopp gegen Tschechien (29:30) war er nicht zufrieden. „Wir haben keine Leistung erbracht, es war schwer. Wir müssen weitermachen, es geht nicht anders“, sagte er unmittelbar nach dem Spiel. Aus der Ferne gewährte der 45-Jährige im Rahmen seines Abschieds einen Blick auf Wien und sagte, dass man gegen jedes Team gewinnen, aber auch verlieren könne. Es ist wichtig, sich mental darauf vorzubereiten, im Finale gegen jedes Team zu spielen: „Die Jungs können gegen jedes Team der Welt antreten“, sagte er diplomatisch.

    Vor dem Start der Europameisterschaft in Dänemark, Schweden und Norwegen geht es für die Auswahl Österreichs am Donnerstag nach Paris: Dort wird das Vier-Nationen-Turnier ausgetragen. Weitere Feinabstimmungen gibt es am Freitag gegen den amtierenden Europameister Frankreich (21.10 Uhr) und am Sonntag gegen Island oder Slowenien.

    Source link