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Skiweltcup: Warum Lindsey Vonn bei Rennen absichtlich langsam fährt

    Skiweltcup: Warum Lindsey Vonn bei Rennen absichtlich langsam fährt

    Der größte Superstar des alpinen Ski-Weltcups lässt es in Zhouchensi dieser Tage etwas ruhiger angehen, zumindest was ihre Stimmbänder betrifft. „Ich habe eine leichte Erkältung und spüre sie im Hals. Aber es fühlt sich schlimmer an“, gab der US-Amerikaner nach dem ersten Abfahrtstraining im Salzburger Wintersportort zu. „Ich habe gestern zehn Stunden geschlafen und fühle mich nicht so gut. Es ist seltsam, aber nicht so schlimm. Ich bin einfach nicht bei 100 Prozent.“

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    Das war schon zu seiner Zeit spürbar, was in der Ausbildung jedenfalls nicht zu sehr in den Vordergrund gerückt werden sollte. Der 41-Jährige führt derzeit die Weltcup-Abfahrtswertung an und war bisher entweder Erster, Zweiter oder Dritter. Und trotz der Krankheit ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass es sich in Zauchensee überhaupt auf dem Podium bequem machen kann. „Ich habe tolle Erinnerungen hier und in der Vergangenheit wurde mir die Trophäe von Annemarie Moser überreicht, weil ich ihren Rekord eingestellt habe. Es war der beste Moment meines Lebens.“ Genau das geschah vor zehn Jahren im Januar 2016, als der US-Amerikaner an der Seite der österreichischen Skilegende seinen 36. Abfahrts-Weltcupsieg holte.

    Vaughan geht kein Risiko ein

    Logischerweise hat sich seitdem viel verändert. Es gab ungefähr acht weitere Abfahrtserfolge, der jüngste davon war diesen Winter ein Speed-Auftaktrennen in St. Moritz – im Alter von 41 Jahren und mit einer Teilprothese im rechten Knie. Doch diese Umstände allein machen seinen 83. und letzten Weltcupsieg nicht zu etwas Besonderem. „Ich gehe kein Risiko mehr ein“, bestätigte Vaughan in Zauchensee erneut und erklärte, dass er in jedem Rennen bewusst langsamer werde. „Ich übertreibe mich nicht bis ans Limit und das werde ich auch im Rennen sicher nicht tun. Das Wichtigste ist, gesund zu bleiben und fit für den Februar zu sein. Ich weiß, dass ich schneller fahren kann, aber das bedeutet mir im Moment nichts.“

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    Mit Februar meint Vonn natürlich die Olympischen Winterspiele in „ihrem“ Cortina, wo sich der Superstar wohler fühlt als anderswo. Sport war der Hauptgrund für ihr Comeback, und daraus machte sie nie einen Hehl. Deshalb reduziert Vonn in dieser Saison nicht nur ihr Training auf das Nötigste, sondern fährt in Rennen auch bewusst langsamer, um nicht an ihre Grenzen und darüber hinaus zu gehen. „Ich habe das schon oft gemacht und hoffe, dass ich jetzt in meinem Alter klüger bin.“ Dass trotz dieser Herangehensweise eine lebende Legende die Abfahrts-Gesamtwertung anführt, ist einmal mehr ein Beweis für das Phänomen Lindsay Vonn.

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