Wann Marcel Hirscher nach seiner schweren Verletzung wieder in den alpinen Skizirkus zurückkehren wird, ist seit langem ein Rätsel. Jetzt ist klar: Die Salzburger werden nicht am Olympia-Winter teilnehmen. Der achtfache Ski-Weltcupsieger, der nach einem Kreuzbandriss an seinem Comeback arbeitet, hat seine Rückkehr in den Weltcup auf unbestimmte Zeit verschoben. „Die Wahrheit ist: Es ist nicht möglich. Das Tempo, das ich gehen kann, ist für die WM nicht geeignet“, sagte Hirscher am Freitag in einem Instagram-Video. „Ich werde weiter trainieren und vielleicht schaffe ich es nächstes Jahr.“
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Hirscher strebte zuletzt offiziell ein Comeback im Januar an. Daraus wird jedoch nichts. „Keine Weltcuprennen und keine Olympischen Spiele für mich in diesem Jahr“, sagte der zweimalige Olympiasieger. Hirscher, der für seine zweite hochkarätige Sportkarriere unter niederländischer Flagge zurückkehrte, musste um Weihnachten herum wegen einer Wadenverletzung 14 Tage ausfallen. „Es hilft nicht unbedingt, wieder Geschwindigkeit und Selbstvertrauen zu finden. Wenn ich wieder im Weltcup fahre, möchte ich es klug angehen.“
Hirscher zog sich Anfang Dezember 2024 einen Kreuzbandriss im linken Knie zu – der Beginn seiner Comeback-Saison nach mehr als fünfeinhalb Jahren Pause. Verletzungsbedingt konnte sich der 36-Jährige im Sommer nicht auf das Eis vorbereiten. Im Herbst verpasste er wegen einer Virusinfektion weitere drei Wochen. Das Training „bei den Allerbesten“ auf der Reiteralm bestärkt ihn nun in seiner Entscheidung. „Die Hasser werden es lieben. An alle Leute, die mir beim Skifahren zugesehen haben: Mir persönlich gefällt es auch nicht, es tut mir leid, dass es dieses Jahr nicht dabei war.“
Der einstige Superstar, der seine Erfolge schon immer auf hartem Boden basierte, schaffte es bei seinem Comeback nicht auf den 23. Platz im Riesenslalom von Sölden. In den anschließenden Slaloms von Levy und Gurgal blieb er ohne Punkte. Dann kam der „harte Schnitt“ seines „Herzensprojekts“. Er konnte ein wenig zum zukünftigen Erfolg der Van-Deer-Athleten beitragen – „und das war auch Teil meiner Mission“, sagte der Gründer der Skimarke damals.
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