Die 99ers schlagen Bozen in der Verlängerung und rehabilitieren sich für eine Niederlage gegen Fehrvar. Mit einem fantastischen Solo kämpfte Josh Currie (62.) hart gegen Fox.
Hinterlassen Sie eine Anzeige
Aber vorweg: Im ersten Drittel nutzte Nick Bellin einen Elfmeter gegen Philip Samuelsson (17.). Ein zu scharfer Handgelenksschuss von der blauen Linie passt nicht perfekt in die obere Ecke. Aber auch Paul Huber hatte großen Anteil am Tor. Mit seinem riesigen Körper versperrte er Torwart Christopher Gibson völlig die Sicht. Der Finne glänzte im Tor – und das nicht nur mit seinen Paraden. Sein Trikot war offenbar nicht oft in der Waschmaschine, da es nach einem Shutout gegen Vorarlberg bereits sein zweites für Bozen war. Matt Cairns bestritt sein erstes Spiel für Bozen, Matteo Gennaro war noch nicht spielfähig.
Das zweite Drittel begann aus Grazer Sicht ideal. Im dritten Angriff ging Michael Scheichle am Brett an Chris Collins (22.) vorbei und zog direkt auf das Tor zu. Gibson hatte keine Chance. Ein unnötiger Elfmeter gegen Kasper Aleksanteri Kotkansalo (24.) hätte die Bozner Mannschaft beinahe wieder ins Spiel gebracht. Die Grazer agierten trocken und ließen den Foxes nur wenig Angriffsraum. Doch in der 32. Minute ging es schnell. Die Scheibe wurde im Grazer Drittel über die Bande getragen, sie landete bei Dylan DePerna und dieser spielte sie blind in der Mitte vor dem Tor weiter. Als Maxime Lagasse in der rechten Ecke war, landete der Schuss von Dustin Gazelle genau im Tor. Eine wirklich schöne Kombination der Bozener, die nach drei Minuten etwas Glück hatten. Zuerst verlor Ballen den Puck hinter dem Tor und dann ging der Abpraller direkt zu Shane Gersich. Die Grazer verpassten zwei Überzahlen, die sich um 39 Sekunden überschnitten. In den letzten Momenten des dritten Drittels gab es für Keeper Lagasse einen Schrecken: Cristiano DiGiacinto landete auf dem Kopf. Der Kanadier konnte weiterspielen.
Das letzte Drittel entwickelte sich zu einem intensiven Patt, bei dem die Grazer offensiv eine immer dominantere Rolle übernahmen. Zu Hause hatte die Mannschaft ein Übermaß an Chancen. Allerdings herrschte das Gefühl, dass ein weiterer Fehler fatale Folgen haben könnte. Eine Strafe wegen Gegenwehr gegen Cairns (55. Minute) ging an die Grazer, die sie aber nicht nutzten. Bryce Misley (57.) bescherte den 99ers spät im Spiel ein Geschenk. Aber auch dieses Geschenk wurde nicht angenommen.
Also ging es in die Verlängerung und die Grazer jubelten: Currie entfesselte erneut ein Traumsolo.
Hinterlassen Sie eine Anzeige
