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„Massiver Angriff“: Russland bestätigt Einsatz der Hyperschallrakete Oreschnik

    „Massiver Angriff“: Russland bestätigt Einsatz der Hyperschallrakete Oreschnik

    Nach Angaben aus Moskau hat Russland bei einem Angriff auf die Westukraine erneut Hyperschallraketen vom Typ Oreshnik eingesetzt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums vom Freitag handelt es sich bei der Operation um eine Vergeltung für einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff auf die Residenz von Kremlchef Wladimir Putin im nordrussischen Waldai kurz vor dem Jahreswechsel. Unterdessen wurden bei einem Drohnenangriff auf Kiew vier Menschen getötet.

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    „Die russischen Streitkräfte haben einen massiven Angriff mit land- und seegestützten Hochpräzisionswaffen mit großer Reichweite gegen kritische Objekte auf dem Territorium der Ukraine gestartet, darunter Oreshnik-Mittelstreckenkomplexe und Drohnen“, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums.

    Nach dem mutmaßlichen Anschlag in Waldai sprach der Kreml von einem versuchten Terroranschlag. Auch US-Präsident Donald Trump, der von Putin telefonisch informiert wurde, kritisierte einen solchen Angriff. Die Ukraine ihrerseits bestritt, die Residenz angegriffen zu haben. Experten bezweifeln die Zuverlässigkeit der von Russland bereitgestellten Informationen.

    Ein weiterer Angriff mit Oreshnik

    Der Oreschnik-Angriff auf die Westukraine ist der zweite Einsatz dieser Art von Rakete seit Beginn des Ukrainekrieges Anfang 2022. Der erste ereignete sich im November 2024 über einer Großstadt namens Dnipro im Südosten des Landes. Putin begründete die Operation damals als Vergeltung für den Einsatz westlicher Langstreckenraketen durch Kiew gegen militärische Ziele im russischen Hinterland.

    Bei seinem ersten Einsatz trug Oreshnik („Hazel“) keine Waffen. Dieser Schaden wurde nur durch die hohe Geschwindigkeit der Rakete verursacht. Der Oreshnik gilt als fortschrittliche russische Waffenentwicklung und kann sowohl konventionelle als auch nukleare Waffen tragen. Ihre extrem hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 km/h und ihre Reichweite von bis zu 5.000 km machen sie zu einer potenziellen Bedrohung für den gesamten europäischen Kontinent.

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    Russland: Drohnen treffen Produktions- und Energieanlagen

    Allerdings war die Rakete dieses Mal mit konventionellen Waffen beladen. Nach Angaben des Militärs war die Operation nun erfolgreich. Das Ziel des Streiks wurde erreicht. „Stoffe zur Herstellung von Drohnen, die bei Terroranschlägen (auf die Residenz des Präsidenten) eingesetzt werden, und die Energieinfrastruktur, die den Betrieb des ukrainischen Verteidigungskomplexes ermöglicht, wurden getroffen“, hieß es. Moskau wird auch in Zukunft auf Terroranschläge reagieren, wobei das Militär mit weiteren Anschlägen mit Oreschnik droht.

    Westliche Militärs sehen in der Oreshnik eine Weiterentwicklung der russischen Interkontinentalrakete RS-26 Rubesh. Die Reichweite wird auf 2.000 bis 5.000 Kilometer geschätzt. Der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko sagte, Russland habe Oreschnik nun in seinem Land aufgenommen.

    Seit Kriegsbeginn beschießt Russland systematisch Energieversorgungsanlagen im Nachbarland. Die Infrastruktur der Ukraine ist inzwischen so schlecht, dass die Bevölkerung oft mehrere Stunden am Tag in Dunkelheit und Kälte ausharren muss. Der aktuelle Temperaturrückgang in vielen Regionen der Ukraine hat die Situation verschärft.

    Vier Tote bei Drohnenangriff auf Kiew

    Unterdessen wurden bei einem russischen Drohnenangriff auf Kiew vier Menschen getötet und 19 weitere verletzt. Bürgermeister Vitali Klitschko hat dies auf Telegram gepostet. Der Angriff verursachte außerdem erhebliche Schäden an Häusern und Infrastruktur und unterbrach die Wasserversorgung in mehreren Bezirken. Laut Klitschko handelte es sich bei einem der Opfer um einen Sanitäter. Er kam bei einem Einsatz an einem von einer Drohne getroffenen Wohnhaus ums Leben. Vier weitere Mitglieder seines Teams wurden bei dem Vorfall verletzt.

    Vor dem Angriff auf Kiew wurden mehrere Angriffe in der Nähe der westlichen Stadt Lemberg registriert, während landesweiter Raketenalarm ausbrach. Eine schwere ballistische Rakete sei in ein Gebiet an der Grenze zwischen EU- und NATO-Territorium abgefeuert worden, hieß es zunächst in ukrainischen Berichten. Moskau bestätigte später, dass dies der Einsatz von Oreschnik sei. Ukrainische Militärblogs veröffentlichten angebliche Videos aus der Region, die sechs aufeinanderfolgende Angriffe zeigten. Er vermutete auch, dass es sich um einen Angriff der Oreshianer handeln könnte.

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    Die Ukraine rechnete mit schweren russischen Luftangriffen. Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte in seiner Abendansprache: „Es liegen Informationen vor, dass heute Abend ein neuer massiver russischer Angriff stattfinden könnte.“ Die Bürger sollten die Luftwarnungen beachten und in Notunterkünften Schutz suchen.

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