Vor zwei Jahren begeisterten die österreichischen Speed-Damen die heimischen Fans bei ihrem Heimrennen in Zauchensee mit einem Super-G-Sieg für Connie Hutter und einem zweiten und dritten Platz in der Abfahrt für Stephanie Vanier und Mirjam Puchner. Vom gleichen Jubel am Samstag war das ÖSV-Team weit entfernt. Beim Abstieg, der aufgrund des anhaltenden Schneefalls verkürzt wurde und schließlich vom Start des Super-G wegfiel, hatten die Österreicher Probleme mit dem Untergrund und gerieten beim Sieg von Lindsey Vonn in eine echte Schlappe. Es ist das drittschlechteste Abstiegsergebnis der ÖSV-Frauen in der WM-Geschichte – und das schlechteste seit 16 Jahren. In Haus im Ennstal war Anna Fenninger (Veith) ebenfalls beste ÖSV-Athletin Österreichs und belegte nur den 21. Platz.
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Der 20. Platz von Connie Hüter löste in Zauchensee große Emotionen aus. Entsprechend war die Stimmung im ÖSV-Lager. „Ich bin nicht dorthin gefahren, wo andere Leute fuhren und wollte eine Abkürzung nehmen. Dann bin ich nicht auf der Spur gefahren und dann hat er mich gebremst“, sagte der Steirer. „Ich werde es analysieren. Und wenn ich alleine bin, werde ich auch meiner Aggression freien Lauf lassen.“ Große Enttäuschung gab es auch für Mirjam Puchner, die mit dem 29. Platz nur zwei Weltcup-Punkte weniger holte. „Wenn man so weit hinten oben ist, fängt es schlecht an. Ich hatte immer Probleme mit dieser Kurve. Es tut weh, wenn man so weit hinten oben ist. Es war heute nicht gut.“
Es wird vermutet, dass Agar schwere Verletzungen erlitten hat
Während einige junge Athletinnen wie Carmen Spielberger (28.) und Weltcup-Debütantin Leonie Zeg (30.) mit hohen Startzahlen zumindest positiv überrascht waren, kam Nina Ortlieb nicht über den 39. Platz hinaus. „Ich habe ihn beim ersten Tor überholt und er hatte nicht viel Tempo. Dann wird es sehr schwierig“, sagte Ortlieb, der einen schwierigen Start hatte. Kurz vor dem Start stürzte Teamkollegin Magdalena Egger schwer.
Ortliebs Pause vor dem Rennen war lang, da ein Helikopter aufsteigen musste, um die Vorarlbergerin durch den höchsten Abschnitt ins Ziel zu bringen. Egger, der in St. Moritz zunächst den zweiten Platz gefeiert hatte, wurde zu weiteren MRT-Untersuchungen nach Radstadt gebracht. Erstdiagnose: Riss des vorderen Kreuzbandes, Riss des Seitenbandes und Prellung des Außenmeniskus im rechten Knie. Egger wird am Samstag in der Klinik Kattenbrücke in Innsbruck operiert. Die Saison ist also vorbei.
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