...
Skip to content

„Inzucht“-Vorwurf: Norbert Hofer tritt nach habsburgischer Kritik vom St.-Georgs-Orden zurück

    „Inzucht“-Vorwurf: Norbert Hofer tritt nach habsburgischer Kritik vom St.-Georgs-Orden zurück

    Der frühere FPÖ-Chef Norbert Hofer ist aus dem Orden des Heiligen Georg der Familie Habsburg-Lothringen ausgetreten, nachdem er die EU-Patrioten-Gruppe von Carl Habsburg scharf kritisiert hatte. „Heute lege ich mein Ehrenritteramt im St. Georgs-Orden nieder. Öffentliche Äußerungen, die im Widerspruch zum Geist der gegenseitigen Achtung stehen, halte ich für notwendig. Ich bedauere diese Entwicklung“, sagte Hofer am Sonntagabend.

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    In seiner traditionellen „Rede zur Zukunft Europas“ sagte Habsburg, Teile der EU-Fraktion „Patrioten für Europa“, darunter sechs FPÖ-Abgeordnete, seien „Moskaus fünfte Kolonne“. Das seien „keine Patrioten, sondern teils brutale Nationalisten“, sagte der ehemalige ÖVP-Europaabgeordnete. Viele der in die Gruppe integrierten Parteien seien zudem „irgendwie mit Putin verbunden“. „Sie sind Moskaus neue fünfte Kolonne (die alte aus der kommunistischen Ära gibt es noch) und begehen deshalb doppelten Verrat: am eigenen Land und an Europa“, sagte Habsburg in seiner Rede, in der er Außenministerin Beit Meinal-Rissinger (NEOS) überschwänglich lobte. Sie sprach vor ihm.

    Der Wiener Landtagsabgeordnete Leo Lügner (FPÖ) reagierte mit einer verbalen Attacke auf die Äußerungen des Kaiserenkels. „Ist die jahrhundertelange Pflege seines autokratischen Erbkreises die Ursache für diesen verblüffenden Affront gegen die stärkste demokratische Kraft unseres Landes?“ Lugner schrieb weiter

    Eine Reihe prominenter FPÖ-Politiker waren im Habsburger Orden

    Tatsächlich haben sich Medienberichten zufolge mehrere prominente FPÖ-Politiker dem Eliteorden angeschlossen, dessen Großmeister Karl Habsburg ist. Der Zustrom soll so stark gewesen sein, dass die Liberalen damals von einer „Infiltration“ sprachen. Laut „Standard“-Bericht schlossen sich neben Hofer auch der Wiener FPÖ-Chef Dominik Knapp und der ehemalige FPÖ-Klubchef Johann Gudens, der derzeitige Wiener Landtagsklubchef Maximilian Krause sowie die Nationalräte Harald Stephan und Markus Tschank dem Orden an. Nepp, Krauss, Stefan und Tschank seien nicht mehr Mitglieder – einige von ihnen schon seit Jahren, teilte der FPÖ-Parlamentsklub der APA mit.

    SEE ALSO  "Neuer" HSV -Spieler: Ist es immer noch schwierig, unter polnisch zu tun?

    Mit Ausnahme von Hofer stehen die genannten FPÖ-Politiker derzeit nicht auf der Liste der Ehrenritter des Ordens, wohl aber der ehemalige Vizekanzler Herbert Haupt und der ehemalige Staatssekretär Reinhard Vanneck (beide FPÖ). Knapps Ehrenritterschaft war bereits im Wahlkampf zur Wiener Gemeinderatswahl 2020 ein Thema, als sein ehemaliger Parteifreund Heinz Christian Strache versuchte, mit Kritik zu punkten. Seinem Nachfolger als Wiener FPÖ-Landesleiter und anderen ehemaligen Freunden der Partei warf er vor, sich „für den St. Georgs-Orden und damit offenbar gegen die Ideale von 1848 entschieden“ zu haben.

    Den Vorsitz der Ehrenritter führt der ehemalige Salzburger Landeshauptmann Franz Schäusberger (ÖVP). Der Elitekreis besteht hauptsächlich aus ehemaligen ÖVP-Politikern aus Österreich, wie dem ehemaligen niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Prohl, dem ehemaligen Verteidigungsminister Werner Fasslabend, dem ehemaligen Landwirtschaftsminister Andre Rupprechter oder dem derzeitigen oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer sowie dem EU-Delegationsleiter Riholpatka. Vereinzelt gibt es auch Mitglieder anderer politischer Gruppierungen wie etwa den ehemaligen Innenminister Karl Schlögl (SPÖ) oder den ehemaligen britischen Verteidigungsminister George Robertson von der Labour Party. Auch der frühere niederländische Ministerpräsident Jens Peter Strahlande, die ehemaligen Präsidenten George Ivanov (Nordmazedonien) und Rosen Plevneliev (Bulgarien) sowie der ehemalige stellvertretende ungarische Ministerpräsident Zsolt Semjen sind Ehrenritter.

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    Den Vorsitz der Ehrenritter führt der ehemalige Salzburger Landeshauptmann Franz Schäusberger (ÖVP). Der Elitekreis besteht hauptsächlich aus ehemaligen ÖVP-Politikern aus Österreich, wie dem ehemaligen niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Prohl, dem ehemaligen Verteidigungsminister Werner Fasslabend, dem ehemaligen Landwirtschaftsminister Andre Rupprechter oder dem derzeitigen oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer sowie dem EU-Delegationsleiter Riholpatka. Vereinzelt gibt es auch Mitglieder anderer politischer Gruppierungen wie etwa den ehemaligen Innenminister Karl Schlögl (SPÖ) oder den ehemaligen britischen Verteidigungsminister George Robertson von der Labour Party. Auch der frühere niederländische Ministerpräsident Jens Peter Strahlande, die ehemaligen Präsidenten George Ivanov (Nordmazedonien) und Rosen Plevneliev (Bulgarien) sowie der ehemalige stellvertretende ungarische Ministerpräsident Zsolt Semjen sind Ehrenritter.

    SEE ALSO  Europa League: Polizei ist gut auf serbischen Fanmarsch vorbereitet

    Source link