Auch Manolis Saliakas erhielt verbalen Zuspruch von Trainer Alexander Blessin. Foto: WITTERS
„Es wird uns trotzdem helfen“: Verbale Schmeichelei für St. Paulis „Griechenmaschine“
Sein viertes Jahr in der Nachbarschaft ist sein bisher härtestes. Mittlerweile hat Manolis Saliakas 110 Spiele für den FC St. Pauli bestritten, dabei acht Tore geschossen und neun Assists gegeben. Doch in dieser Saison läuft es nicht besonders gut für den 29-Jährigen, der sich erstmals einer echten Konkurrenz gegenübersieht.
„Bei Manos muss man einfach sagen, dass er zwei Jahre in Folge das volle Training verpasst hat. Und das ist einfach ärgerlich“, brachte Trainer Alexander Blessin den Hauptgrund auf den Punkt. Tatsächlich hatte Saliakas in den letzten beiden Sommern mit Adduktorenproblemen zu kämpfen und konnte erst spät wieder voll durchstarten. Dies hatte 2024/25 keine Auswirkung, da einfach kein gleichwertiger Ersatz im Kader vorhanden war. Doch seitdem Arkadiusz Pirka vor der Saison verpflichtet wurde, hat sich einiges geändert.
Arkadiusz Pirka hat sich bereits in St. Pauli eingelebt
Der Pole war sofort präsent und begegnete Saliakas auf Augenhöhe. Blessin forderte ein Duell für den defensiven rechten Flügel, sein Kalkül war logisch: „Man denkt zunächst, dass so ein Duell so einen Effekt haben kann, dass sich beide verbessern und ein gewisses Niveau erreichen“, erklärte der 52-Jährige. „Aber es könnte sie beide ein wenig verärgert haben, ich weiß es nicht.“ Vielleicht war es ein Fehler, das Gebiet so lange offen zu lassen.
Manolis Saliakas hat seinen Vertrag bis 2024 verlängert
Aber jetzt herrscht zumindest vorerst Klarheit. „Arek hat seine Leistung enorm stabilisiert“, sagt Blessin und lobt den kürzlich gekrönten A-Nationalspieler seines Landes, der seit Anfang November Spieler ist. Das liegt auch an einer leichten Verletzung von Saliakas und möglicherweise daran, dass Pirka in der Defensive solider wirkt, obwohl Blessin es relativiert: „Sie haben beide Aspekte, von denen ich sage, dass sie uns helfen. Und natürlich haben sie beide Aspekte, von denen ich sage, dass sie sich unbedingt verbessern müssen.“
An Fleiß mangelt es nicht, auch nicht bei der „Griechischen Maschine“, wie Blessin Saliakas sie beschrieb. „Manos ist ein Athlet durch und durch. Er will einerseits spielen, akzeptiert es dann aber, wenn er es nicht tut.“ Natürlich gefällt es ihm nicht, „aber er ist kein Mistkerl oder so. Er gibt Vollgas im Training und wird nicht frustriert, dafür kann man ihm großen Respekt entgegenbringen.“
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Und irgendwann mit seinem 111. Auftritt in Braun-Weiß belohnt werden? Es klingt genau so, wenn Blessing sagt: „Manos ist auf einem Weg, von dem ich sage, dass er uns dabei helfen kann und wird.“ Dieser Überzeugung war auch die gesamte sportliche Leitung, als der gebürtige Kreter zu Beginn des Sommers 2024 seinen noch ein Jahr gültigen Vertrag verlängerte. Und die Saison ist immer noch lang genug für Manolis Saliakas und den FC St. Pauli, um ihrer Beziehung neues Leben einzuhauchen.
