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Die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel wird auf fünf Prozent gesenkt

    Die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel wird auf fünf Prozent gesenkt

    Die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel soll auf fünf Prozent gesenkt werden. Darauf hat sich die Regierung nach APA-Informationen bei ihrer Prüfung geeinigt, deren Ergebnisse zur Mittagszeit vorgestellt werden. Die SPÖ hatte schon länger eine Kürzung gefordert. Die Hälfte der Steuer sollte Mitte des Jahres erhoben werden. Wie die Klein Zeitung aus Regierungskreisen erfuhr, ist diese Vereinbarung jedoch noch nicht rechtskräftig; Die SPÖ soll den Bericht veröffentlicht haben. Für die Umsetzung sei eine Gegenfinanzierung von rund 400 Millionen Euro nötig, heißt es.

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    Dabei muss zunächst entschieden werden, welche Lebensmittel günstiger sind. Das kostspielige Projekt wird durch eine Abgabe auf nicht recycelbare Kunststoffe gegenfinanziert. Darüber hinaus muss eine Paketsteuer für Drittstaatenpakete, also Sendungen aus Nicht-EU-Ländern, erhoben werden.

    Felbermer erzwang eine öffentliche Debatte

    Erst im Herbst hatte der Ökonom Gabriel Felbermer, Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), eine Senkung der Mehrwertsteuer gefordert. Konkret schlug Felbermer vor, das Grundfutter von zehn auf fünf Prozent zu halbieren. Der Wissenschaftler erwähnte zahlreiche weitere EU-Länder mit immer niedrigeren Steuersätzen.

    Um die Maßnahmen gegenfinanzieren zu können, schlug Felbermer vor, Ausnahmen vom System zu streichen und den Spitzensatz der Mehrwertsteuer von 20 Prozent geringfügig anzuheben – der Ökonom schlug 1,5 Prozentpunkte vor. Dieser Schritt wird die Gesamtinflation im Land nicht verringern, aber starke psychologische Auswirkungen haben. Denn Micro-Warenkörbe, die den täglichen Einkauf darstellen, werden günstiger.

    Marterbauer positionierte sich als Konkurrent

    Der SPÖ-Finanzminister stand dem Vorschlag stets kritisch gegenüber. Eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel sei einfach „nicht bezahlbar“, sagte Finanzminister Markus Marterbauer, selbst Volkswirt. Allerdings zeigte sich Finanzstaatssekretärin Barbara Ebinger-Mitte (ÖVP) im Sommer offen für eine solche Option.

    Durch die vollständige Aussetzung der Lebensmittelmehrwertsteuer macht die Österreichische Nationalbank einen jährlichen Verlust von zwei bis drei Milliarden Euro. Gleichzeitig würde die Maßnahme – einmalig – die Inflation um einen Prozentpunkt senken. Sollte die Mehrwertsteuer „nur“ halbiert werden, wie es der Plan der Regierung nun vorsieht, werden beide Effekte natürlich schwächer ausfallen.

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