Wenn man vor der Saison die Top Drei der deutschen Bundesliga vorhersagen müsste, wären viele der Antworten wahrscheinlich auf Bayern München, Dortmund und Leipzig gekommen. Nach 17 Spieltagen liegen diese Vereine überraschend vorne. Allerdings: Besorgniserregend ist der Abstand zwischen dem Rekordmeister, der bereits elf Punkte vor dem BVB liegt.
Hinterlassen Sie eine Anzeige
Und das mit der besten Hinrunde der Bundesliga-Geschichte. Die überragende Mannschaft von Trainer Vincent Kompany erzielte 47 von 51 möglichen Punkten – bei einem Torverhältnis von 66:13. Lediglich der verletzungsbedingte Ausfall von ÖFB-Legionär Konrad Lammer, der mit einem Muskelfaserriss in der linken Wade einige Wochen ausfallen wird, sorgte beim 3:1-Auswärtssieg in Köln für negative Stimmung.
Während die drei Champions-League-Tickets wohl für die aktuellen Top Drei reserviert sind, kämpft der Rest der Liga um die vierte und letzte garantierte Chance (falls es keinen fünften Platz gibt), in der Premier League die Millionen einzustreichen. Und neben Stuttgart und Leverkusen hat Hoffenheim derzeit die beste Karte. Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer zeigte ihre beste Leistung beim 5:1 (4:0)-Heimsieg gegen Mönchengladbach und begeisterte gerade einmal 20.750 Zuschauer in der Pre-Zero-Arena. Wieder einmal überwältigten Alexander Prass und Co. ihre Gegner im wahrsten Sinne des Wortes und siegten mit Willen, Intensität und dem nötigen Maß an Talent. Der fünfte Sieg in Folge mit mindestens drei Toren war ein neuer Vereinsrekord.
Altstar Andrzej Krameric, der in der miserablen Vorsaison öffentlich heftig gegen Ilzer, Sportdirektor Andreas Schicker und die seiner Meinung nach mittelmäßige, aber teure Mannschaft protestiert hatte, spielte ein großes Spiel und brachte Hoffenheim mit einem Hattrick in der ersten Halbzeit auf die Siegesstraße. Kroatiens Bundesliga-Rekordspieler schwärmte nach dem Spiel: „Mein Traum ist, dass wir nächste Saison in der Champions League spielen. Wir haben es verdient, weil wir unglaublich gute Spieler haben.“
Was für eine Transferzeit, in der Shikar und sein technischer Direktor Paul Pajduch einen Wendepunkt in Bezug auf die Qualität der Mannschaft erreichten. Sollte das Nachtragsspiel bei Werder Bremen (27. Januar) ein voller Erfolg werden, rückt Hoffenheim um einen Platz auf den vierten Platz vor. Die Königsklasse rückt immer näher.
Hinterlassen Sie eine Anzeige
