Sein Pflichtspieldebüt als Trainer des SK Sturm feiert Fabio Ingolish am Donnerstag mit einem Europa-League-Auswärtsspiel bei Feyenoord Rotterdam (18.45 Uhr, live auf Canal+). Mit Ausnahme eines seiner Vorgänger feierten alle Cheftrainer, die in den letzten zehn Jahren in Graz tätig waren, bei ihren Debüts Siege, standen auf nationaler Ebene – insbesondere im ÖFB-Cup – aber meist vor leichten Aufgaben. Damit begannen für Jürgen Semmel, Christian Ilzer und Co. ihre schwarz-weißen Amtszeiten.
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Jürgen Seumel
23. November 2024: Sturm – Austria Klagenfurt 7:0 – Bundesliga
Startelf: Scharf; Gazibegovic, Ivu, Gerhofer, Lovely; Yalcouye, Chukwuani, Kiteishvili, Böving; Bireth, Jatta
Torschützen: Bowing (9., 55.), Jatta (32.), Bireth (38., 65.), Gerhofer (40.), Griek (91.)
Nicht jeder Start ist magisch, aber es könnte zweifellos schlimmer kommen, als die Siegesserie Ihres Arbeitgebers in der Bundesliga gleich im ersten Spiel zu beenden. Letzterer Meistertrainer übernahm die Mannschaft damals nach dem Wechsel von Christian Ilzer nach Hoffenheim nur interimistisch. „Es hat Spaß gemacht und Spaß gemacht, der Mannschaft zuzuschauen“, sagte Seumel und fügte hinzu, dass „es noch Dinge zu verbessern gibt.“ Bevor der Herbst 2025 auf magische Weise geschah, endete die Saison auf magische Weise mit dem Titel.
Christian Ilzer
28. August 2020: Sturm – SV Innsbruck 8:0 – ÖFB Cup
Startelf: Siebenhandel; Ingolitsch, Stankovic, Geyrhofer, Dante; Hierländer, Ljubic, Jäger, Jantscher; Friesenbichler, Balaj
Torschützen: Balaj (4., 28., 86.), Waldhardt (9., Eigenter), Stankovic (14.), Friesenbichler (34.), Hierlander (66.), Zettl (82.)
Als Christian Ilzer im ÖFB-Cup gegen einen unterklassigen Gegner debütierte, fiel das Ergebnis noch deutlicher aus als in Semmel. „Es war ein erfreulicher Einstand von der ersten Minute an“, sagte der spätere Doublesieger nach dem 8:0-Erfolg über den SV Innsbruck, bei dem es nach 34 Minuten 5:0 stand. Aufgrund der Epidemie erlebten in Liebenau nur 1.250 Zuschauer den Beginn einer neuen stürmischen Ära. Ilzers erstes Ligaspiel endete in St. Pölten unentschieden.
Nestor der Meister
19. Juli 2019: USV Anif – Sturm 1:4 – ÖFB Cup
Startelf: Siebenhandel; Sakic, Spandelhofer, Avlonitis, Schramel; Lubick, Dominguez; Pink, Kite Willy, Gentsher; Hosseiner
Torschützen: Hosiner (7.), Kitishvili (30.), Dominguez (67.), Eze (78.)
Auch die Amtszeit von Nestor El Maestro begann im Pokal. Die „Blackies“ ließen in Anif mit einem 4:1-Sieg keine Wünsche offen. Dass die Ära des neuen Optimisten auf der Bank schwieriger werden könnte als erhofft, zeigte sich bereits bei der 0:2-Niederlage im Europapokal bei FK Hodgesund eine Woche später.
Roman Mehlich
25. November 2018: SCR Altach – Sturm 0:2 – Bundesliga
Startelf: Siebenhandel; Koch, Lechner, Spandelhofer, Avlonitis, Schrammel; Zulj, Loverik; Hierlander, Kaitishvili; Eze
Torschützen: Eze (19.), Grozyurek (93.)
Auch im Frühjahr 2019 verpasste Sturm unter Roman Mahlich mit Siegtoren zu oft die Wende, doch im Herbst 2018 war der erste Eindruck noch gut. In den ersten vier Ligaspielen gab es drei Siege und ein Unentschieden, in den letzten sieben Spielen der Premier selbst gab es einen 2:0-Sieg ohne Sieg. „Insgesamt ist es auf jeden Fall erfreulich, denn wir haben den Abwärtstrend gestoppt“, sagte Mahlich.
Heiko Vogel
3. Februar 2018: Mattersburg – Sturm 1-0 – Bundesliga
Startelf: Siebenhandel; Koch, Schoisengeyer, Schulz, Schrammel; Maresic; Schmerbock, Zulj, Potzmann, Huspek; Alar
Torschützen:-
Der Deutsche löste Franco Foda als Winterkönig durch Sturm ab, der zum ÖFB-Teamchef aufgestiegen war und schon früh den Ton vorgab. Bei seinem Debüt in Mattersburg spielte Innenverteidiger Dario Maresic als Sechser – ein einmaliges Probespiel nach einer bitteren 0:1-Niederlage. „Wichtig ist, die Ruhe zu bewahren und sich von den Niederlagen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen“, sagte Vogel, der aus seinen ersten vier Ligaspielen nur einen Punkt holte, nach einer schwierigen Anlaufphase aber die Wende schaffte und Sturm zum Pokalsieg führte, bevor der Herbst 2018 ergebnistechnisch schwierig wurde.
Franco-Mist:
4. Oktober 2014: Sturm – Grödig 1-0 – Bundesliga
Startelf: Gratzei; Ehrenreich, Spendlhofer, Madl, Todorovski; Offenbacher, Hadzic; Schick, Stankovic, Schloffer; Duricin
Torschütze: Jurisin (83.)
„Echte Männergespräche“ waren zwischen Präsident Christian Jauk und dem Meistertrainer von 2011 nötig, bevor der Deutsche zum Verein seines Lebens zurückkehrte. Gut 9.000 Zuschauer begrüßten Foda beim Wiedersehen begeistert und hatten auch nach dem Schlusspfiff Grund zum Jubeln. „Dieser Sieg ist natürlich extrem gut“, sagte Foda, der in seiner zweiten Storm-Ära einen besseren Punkteschnitt (1,68) erzielte als in seiner ersten (1,61).
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