Österreichs Herren-Handballnationalmannschaft hat trotz Siegen bei der Europameisterschaft in Dänemark/Schweden/Norwegen die Hauptrunde verpasst. Das Team von Teamchef Iker Romero besiegte Serbien am Montag im dritten Gruppenspiel in Herning mit 26:25 (12:13). Es war der erste Erfolg nach zwei Niederlagen in dieser Europameisterschaft, doch für die Top 2 der Gruppe A reicht es nicht: Das Ergebnis zwischen Deutschland und Spanien entscheidet darüber, ob man Dritter oder Vierter wird.
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Nur die Top 2 kommen in die Hauptrunde. Mit dem dritten Platz haben Sie dieses Ziel verfehlt, diese Platzierung wird sich aber positiv auf die nächste WM-Qualifikation auswirken. Während die Viertplatzierten Mitte März in die Vorqualifikation starten müssen – im Fall Österreichs würde dies ein Rückspiel gegen Litauen bedeuten – stehen die Drittplatzierten bereits Mitte Mai in den abschließenden WM-Play-offs.
Toller Kampf in einem engen Spiel
Das ÖHB-Team startete gut in die Partie und führte mit einer aggressiven Abwehr mit 2:0 in Führung. Das erste Tor fiel in der sechsten Minute. Aber auch der serbische Abwehr- und Torhüter Dejan Milosavljev zeigte seine Qualitäten. So stand es nach zehn Minuten nur noch 3:3. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Lukas Herberger brachte Serbien mit 5:3 in Führung. Doch Romeros Team blieb dran und erspielte sich mit 9:7 und 10:8 einen Zwei-Tore-Vorsprung zurück.
Ungenauigkeiten im Abschluss und ein starker Milosavljev verpassten den Österreichern jedoch das Double Powerplay, wodurch der Gegner wieder die Oberhand gewann und mit 12:13 in die Pause ging. In der zweiten Halbzeit blieb es eng und der Abnutzungskampf ging weiter. Keines der beiden Teams konnte sich absetzen. Lukas Hutesek und Co. lagen mit 22:20 erstmals mit zwei Toren vorne, da Torwart Tobias Wagner immer besser wurde und Keeper Konstantin Mostl eine starke Defensive zeigte.
Für den Aufstieg ist ein Vier-Tore-Vorsprung nötig
Die Austria überstand den Großteil des Spiels unbeschadet, nutzte dann aber die eigene Doppelüberzahl und ging erstmals mit drei Toren in Führung (23:20). Sebastian Frimmel und Huytesack verpassten jeweils ein Plus von vier – ein Vorsprung, der für den möglichen Aufstieg entscheidend war. Den Sieg konnten sich die ÖHB-Asse unter dem begeisterten Jubel vieler deutscher Fans nicht nehmen lassen – Deutschland wiederum hoffte auf die Hilfe seiner Nachbarn. Natürlich war es nicht mehr hoch genug, da Mykola Bilic in der Schlussminute beim Stand von 26:24 aus dem Siebenmeterpunkt nicht traf.
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