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Ab 10 Uhr live: Kommission stellt Weichen für lange Wehrpflicht

    Ab 10 Uhr live: Kommission stellt Weichen für lange Wehrpflicht

    Die Expertenkommission beschloss mit großer Mehrheit (eine Gegenstimme): Zur Wiederherstellung der vollen Einsatzbereitschaft des mobilisierten Bundesheeres muss der Grundwehrdienst auf insgesamt zehn Monate verlängert werden. Das mit nur einer Gegenstimme empfohlene Modell „Österreich Plus“ sieht acht Monate Militärdienst plus 60 Tage Militärübungen vor. Gleichzeitig sollte der Zivildienst auf zwölf Monate verlängert werden, um kein Ungleichgewicht zu schaffen. Auch die Einsatzgebiete von Beamten sollten stärker auf Bereiche der zivilen Landesverteidigung beschränkt werden.

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    Kommissionschef Generalmajor Erwin Hemseder, stellvertretender Vorsitzender Walter Feichinger und Beamtenstellenchef Ferdinand Meyer legten am Montag der Bundesregierung ihr Papier und ihre Empfehlungen vor.

    Die Expansion war unvorhersehbar

    Es war bereits klar, dass die 23-köpfige Kommission für eine Ausweitung des Militär- und Zivildienstes war. Schließlich kamen zwei Modelle in die engere Auswahl.

    Die erste Variante (Austria Plus) besteht aus einem achtmonatigen Grundwehrdienst und anschließenden Militärübungen von insgesamt zwei Monaten Dauer. Im zweiten Modell (Stufenmodell) bleibt die Dauer des Grundwehrdienstes unverändert. Die für die Einsatzfähigkeit des Bundesheeres erforderliche Truppenausbildung muss innerhalb von 18 Monaten nach dem Grundwehrdienst in Form einer zweimonatigen Truppenübung erfolgen. Darüber hinaus sind weitere Militärübungen geplant, die insgesamt 40 Tage dauern werden.

    „Für uns ist es wichtig, zügig die Verteidigungsfähigkeit einer dynamischen Bundesarmee aufzubauen“, betonte Hemseder. Heute haben Sie nicht mehr so ​​viel Vorwarnzeit wie früher; Im Fall der Fälle muss man Tage ansammeln. Zu diesem Zweck sind militärische Übungen notwendig. Das vorgeschlagene Modell ist etwa 250 bis 300 Millionen Euro günstiger als das Stufenmodell und könnte bei politischer Einigung bis zum 1. Januar 2027 umgesetzt werden. Das bedeutet, dass auch der Jahrgang 2010 bereits von einer langen Wehrpflicht betroffen sein wird.

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    Wie Feichinger erklärte, habe Österreich im internationalen Vergleich den kürzesten Wehrdienst und keine Verpflichtung, ihn auszuüben. Gesetzlich vorgeschriebene Funktionen können in dieser Form nicht erreicht werden. „Gezielte Macht ist in dieser Form nicht möglich.“ Die Kommission hat außerdem zwei „Weiterentwicklungsmodelle“ erarbeitet, die auf geopolitischen Entwicklungen basieren und ab 2029 berücksichtigt werden sollen. Wenn die Bedrohung eskaliert, möchten sie möglicherweise Anleihen bei den skandinavischen Ländern nehmen, wo die Wehrpflicht auf Frauen ausgeweitet wurde. Wird das auch nach Österreich kommen? „Sollte es bis 2029 nicht zu einer Aufstockung der Arbeitskräfte durch die Einberufung männlicher Wehrpflichtiger kommen, müssen politische Maßnahmen ergriffen werden“, sagte Hemseder.

    Ersatzwehrdienst im Sinne der zivilen Landesverteidigung

    Alle Varianten beinhalten eine parallele Verlängerung des Zivildienstes von neun auf zwölf Monate. „Ziel der Verbesserung der gemeinnützigen Arbeit für den Einzelnen ist es auch, sie gerechter und krisenfester für die Verwaltung zu machen“, sagte Ferdinand Meyer von der Community Service Agency. Damit sich die Situation (derzeit 55 bis 45 Prozent) nicht zu Ungunsten des Bundesheeres entwickelt, ist ein längerer Ersatzwehrdienst notwendig. Die zusätzlichen drei Monate sollen zur Qualitätssteigerung genutzt werden – etwa durch zusätzliche Schulungen. „Für Organisationen ist es natürlich von Vorteil, Beamte für eine höhere Qualität einzusetzen“, sagt Meyer. Die Einsatzgebiete sollten sich wieder auf die zivile Landesverteidigung konzentrieren, um die Widerstandsfähigkeit des Staates zu stärken. Welche Flächen dadurch entfernt werden, wollte der Bürgermeister nicht beantworten.

    Auch die Möglichkeit außergewöhnlicher gemeinnütziger Arbeit, die zuvor während der Covid-Krise kurzzeitig genutzt wurde, soll wieder geweckt werden. Für solche Fälle müssen Beamte ein sogenanntes „Bereitschaftszeugnis“ einholen.

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    Tanner ändert Kurs: „Wir müssen unpopuläre Entscheidungen treffen“

    In ihrem Bericht listete die Kommission insgesamt 49 Empfehlungen und 41 Vorschläge für Anreize für den Militärdienst auf. „Unsere Empfehlungen sind ein großer Blumenstrauß für die Politik“, sagte Chef Erwin Hemseder.

    Aber erst mit der Einbringung von Expertenvorschlägen wird eine wirklich politische Debatte entfacht. Verteidigungsministerin Claudia Tanner hat in einer am Montag veröffentlichten Videobotschaft bereits die neue Linie der ÖVP in dieser Angelegenheit festgelegt: „Als Politiker muss man manchmal unpopuläre Entscheidungen treffen. Ich und wir sind bereit, solche Entscheidungen zu treffen – insbesondere, wenn sie der Sicherheit unseres Landes dienen.“ Der Reformbedarf in allen politischen Lagern ist unbestreitbar. In den nächsten Wochen wird zwischen den Fraktionen verhandelt, welche der vorgeschlagenen Modelle umgesetzt werden. Tanner sagt im Video, dass ihm der breite politische Konsens sehr am Herzen liegt.

    Am Nachmittag werden die Vorschläge besprochen

    Wie groß das Interesse der Verteidigungssprecher der fünf Bundestagsparteien an einem Konsens ist, wird sich später am Nachmittag nach der Vorstellung der Vorschläge der Experten zeigen. Sie treffen sich am „Conscription Day“ ab 17.30 Uhr auf dem Podium zu einem Programm.

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