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Nationalrat: Obligatorische Sommerschule bei mangelnden Deutschkenntnissen beschlossen

    Nationalrat: Obligatorische Sommerschule bei mangelnden Deutschkenntnissen beschlossen

    Der Nationalrat hat am Mittwoch beschlossen, die Sommerschule für Jugendliche mit mangelnden Deutschkenntnissen zur Pflicht zu machen. Dies geschieht in zwei Schritten: In diesem Jahr werden diejenigen Jugendlichen einbezogen, die Deutschförderkurse besuchen. Im nächsten Jahr werden auch die Lehrkräfte in Deutsch-Förderkursen gefordert.

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    Theoretisch stößt die Tatsache, dass die während der Covid-Pandemie eingerichtete Sommerschule künftig verpflichtend sein soll, im Nationalrat auf breite Zustimmung. Die Tatsache, dass derselbe Antrag den Schulen die Möglichkeit bot, anstelle des deutschen Förderunterrichts ein alternatives Modell zu nutzen, nahm die FPÖ jedoch zum Anlass, ihre Reform abzulehnen, während die Grünen dies ausdrücklich begrüßten.

    Das Personal werde eine „große Leistung“ erbringen.

    Allerdings befürchteten die Grünen, dass die Sommerschule personell zu unterbesetzt sein könnte. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) würdigte die „große Machtdemonstration“, betonte aber, dass auch Lehramtsstudierende, reife Lehrkräfte und pensionierte Lehrkräfte angesprochen würden. Darüber hinaus werde es ausreichend Plätze an Bundesschulen geben.

    Für FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückel war der Grund für die Ablehnung, dass der Deutschförderunterricht nicht mehr verpflichtend sein würde, Jugendliche ohne Deutschkenntnisse aber wieder im Unterricht gefördert werden könnten. Es handelt sich um eine Kapitulationserklärung vor dem „Angriff der Bildungspolitik auf Lehrer und Kinder“ sowie dem Scheitern der schulischen Integration.

    ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti akzeptierte die Änderung jedoch mit der Begründung, dass nun andere Modelle zum Einsatz kommen könnten. Seitens der SPÖ nannte der Abgeordnete Christian Oxonites die schulautonome Sprachförderung einen zentralen Punkt. Es gibt nicht mehr nur ein System, sondern jede Schule kann das System wählen, das für sie am besten geeignet ist.

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    Neue Überstundenregeln festgelegt

    Die andere wichtige Resolution des Tages zu steuerlichen Anreizen für Überstunden fand wenig Zustimmung. In diesem Jahr sind Zuschläge für die ersten 15 Überstunden pro Monat bis maximal 170 Euro steuerfrei. Die FPÖ kritisierte die schlechtere Situation im Vergleich zum Vorjahr, während die Grünen bemängelten, dass die neuen Regeln vor allem besserverdienenden Männern zugutekämen.

    Die Grünen baten außerdem den Haushaltsdienst des Parlaments, die Maßnahme vorab zu analysieren. Er untersuchte die Verteilungswirkung und stellte fest, dass 90 Prozent des Entlastungsvolumens an die obere Einkommenshälfte und 80 Prozent an Männer gingen. Anrechenbar sind nur Überstunden, nicht jedoch sogenannte „Extrastunden“ für Teilzeitbeschäftigte. Frauen sind in dieser Gruppe auf dem Arbeitsmarkt überrepräsentiert.

    Die Gutscheinverlosung wurde verschoben

    Am Dienstag wurde die Entscheidung über die ebenfalls für Mittwoch geplante Quittungslotterie im zuständigen Gremium überraschend vertagt. Die Überprüfung wurde kürzlich abgeschlossen; Einige der Stellungnahmen waren kritisch und offenbarten sogar rechtliche Schwächen. Auf Wunsch der SPÖ wurde der Antrag zur Klärung technischer Fragen zurückgestellt, wie SPÖ-Finanzsprecher Jan Kreiner sagte.

    Der Haushaltsdienst, der die geplante Maßnahme auf Wunsch der Grünen einer kurzen Prüfung unterzogen hatte, wies in seiner Analyse darauf hin, dass es bisher nur wenige empirische Untersuchungen zu den Auswirkungen der Quittungslotterie gebe. „Die Erfahrungen einiger Länder deuten darauf hin, dass Quittungslotterien vor allem unmittelbar nach ihrer Einführung stark genutzt werden, das Interesse und damit die Wirkung jedoch mit der Zeit nachlässt“, sagt er.

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