Auch dank der starken Leistung von Miro Schluroff gewannen die deutschen Handballer ihr erstes Hauptrundenspiel gegen Portugal. Foto: WITTERS
Thriller von der EM gegen Portugal: Schluroff und Wolff bringen die Handballer zum Jubeln!
Tolle Jungs! Deutschlands Handballer um ihren überragenden Scharfschützen Miro Schluroff sprangen wild im Kreis, Torwart Andreas Wolff zeigte die Siegerfaust: Angeführt vom überragenden Torwart und ihrem treffsicheren Schützen im Rückraum behielten Deutschlands Handballer im hitzigen Spiel gegen Portugal einen kühlen Kopf und starteten perfekt in die Hauptrunde der Europameisterschaft.
Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason besiegte am Donnerstagnachmittag den WM-Vierten in einer ungewöhnlichen Startzeit mit 30:29 (11:11) und hat nun im Rennen um das Halbfinale mit 4:0 Punkten sehr gute Medaillenchancen.
Handball-Europameisterschaft: Deutschland besiegt Portugal zum Auftakt der Hauptrunde
Vor 6.145 Zuschauern im Jyske Bank Boxen in Herning brauchte Deutschland Kraft. Die Portugiesen, die letztes Jahr im Viertelfinale in Oslo Deutschlands WM-Träume beendeten, erwiesen sich mit ihrer starken Abwehr als der erwartete starke Gegner.
Wolff hielt Deutschland mit starken Paraden in einer schwachen ersten Halbzeit im Spiel. Nach der Pause, als das Spiel immer hitziger wurde, übernahm auch Miro Schluroff zusammen mit dem Kieler Torwart viel Verantwortung und erzielte zwei Tore in Folge. Gummersbacher, der auch für Österreich spielen könnte, wurde mit sieben Toren, die alle in der zweiten Halbzeit fielen, Deutschlands bester Torschütze. Auch eine Rote Karte von Kapitän Johannes Gola (53.) konnte die deutsche Mannschaft in der Schlussphase nicht mehr schocken.
Miro Shlurov mit sieben Toren in der zweiten Halbzeit
Nächster Gegner des DHB ist am Samstag (20.30 Uhr/ZDF) Norwegen. Anschließend stehen uns am Montag (20.30 Uhr/ARD) weitere schwere Spiele gegen Olympiasieger Dänemark und am Mittwoch (18.00 Uhr/ZDF) Titelverteidiger Frankreich bevor. Nur die beiden besten Teams der Hauptrundengruppe erreichen das Halbfinale.
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Das deutsche Team brauchte etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen. Die Costa-Brüder, die als Duo 18 der 31 EM-Tore Portugals gegen die Dänen erzielten, kontrollierten in der ersten Halbzeit die Abwehr. Da Spielmacher Yuri Knorr und seine Teamkollegen im Angriff zunächst wenig Erfolg hatten, dominierte Portugal die Anfangsphase. „Ihr Spiel lebt nur von unseren technischen Fehlern. Nichts ist passiert“, beruhigte Gislason seine Mannschaft in einer Auszeit beim Stand von 4:6 (13.): „Lasst den Ball laufen.“
Gislason ist mit der ersten Halbzeit gegen Portugal unzufrieden
Deutschland verbesserte sich von Minute zu Minute. Die Abwehr im Verbund mit dem in dieser Phase überragenden Wolff ließ kaum etwas zu und im Konter fielen wichtige Tore. Und so verwandelte die DHB-Auswahl einen 6:8-Rückstand dank zehn Minuten ohne Gegentor und Wolffs Abklärungsquote von 47 Prozent in 10:8. Erneute Konzentrationsschwächen kosteten uns jedoch die Pause.
Schauen Sie sich diesen Instagram-Beitrag anEin Beitrag des Deutschen Handballbundes (@dhb_teams)
„Wir machen kein gutes Spiel, wir kommen nicht gut rein, wir machen zu viele technische Fehler“, beklagte Nationaltrainer Benjamin Chatton am ARD-Mikrofon: „Wir können froh sein, dass das Ergebnis 11:11 steht.“
Schluroff: „Das war eine ganz wichtige Sache!“
Auch im Angriff steigerte sich die deutsche Mannschaft nach der Pause. Die Auswechslung von Shlurov erwies sich als Glücksfall und belebte das Spiel im Angriff spürbar. Der Gummersbacher Rückraumspieler schoss bis zur 45. Minute fünf Tore und führte Deutschland mit 21:20. „Wir müssen einfach unseren Job machen. Sie schreien die ganze Zeit, vorne und hinten. Unsere Verteidigung ist hervorragend“, forderte Gislason seine Spieler auf.
Es kam zu einer dramatischen Schlussphase. „Das machen wir jetzt“, rief Gislason in der 55. Minute beim Stand von 26:25. Sein Team gehorchte – und konnte jubeln. Besonders vielen Dank an Wolff und Schluroff. Letzterer sagte der ARD nach dem Spiel: „Eine große Last wurde von uns genommen, es war eine sehr wichtige Sache. Zum Glück konnte ich helfen und das werden auch andere im nächsten Spiel tun.“ (sid/la)
