Skispringen kann ein wunderschöner Sport sein. Der Traum vom Fliegen fasziniert die Menschheit schon immer. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wagten sich einige Wagemutige erstmals mit nur zwei Brettern an den Füßen zu Riesensprüngen; Jetzt der beste Flug über 250 Meter. Spätestens seit den Nordischen Weltmeisterschaften 2025 in Trondheim, die von einem Anzugskandal der Norweger erschüttert wurden, ist die beliebte Langstreckenjagd vom Wurm betroffen.
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Der Kampf um jeden Meter wird nicht mehr nur auf der Schanze entschieden; „Materialdoping“ ist das Stichwort. Die FIS-Vorschriften wurden entsprechend verschärft und der Kontrollprozess ist für den Durchschnittsverbraucher nicht mehr nachvollziehbar. Es gibt auch gegenseitige Vorwürfe des Betrugs, wie es kürzlich bei der Vierschanzentournee vorkam. Sie alle waren unhaltbar, hinterließen aber einen schlechten Geschmack im Mund der Leute und die Frage: Was stimmt mit diesem Spiel nicht?
Spaß, Drama, Verzögerung
Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf bot das Skispringen vor einem Millionenpublikum erneut ein verwirrendes Bild. Als die Ski des Branchenstars Doman Privac ein Eigenleben entwickelten und während der Vorbereitung auf seinen Sprung an einem Teamwettbewerb teilnahmen, war trotz der Dramatik ein Spaßfaktor vorhanden. Eine gewisse Spannung herrschte auch darüber, ob der slowenische Betreuer mit einem Paar Ersatzski rechtzeitig den Sprungturm erreichen würde. Dass Prevc nicht mehr springen durfte, war regelkonform, oder dass der Slowene protestierte und am zweiten Durchgang nicht mehr teilnehmen wollte, es sich dann aber anders überlegte und damit den gesamten Einsatz im Hauptevent des Abends unnötig verzögerte, aber es war wie bei der Kasperle-Show.
Und das rückt den Sport wieder einmal in den Hintergrund. Japan und Österreich lieferten sich einen spannenden Kampf, bei dem „Nippon Air“ schließlich nicht nur die Mannschaftsmedaille, sondern mit einem Vorsprung von 9,6 Punkten zum ersten Mal in der Skifluggeschichte auch Gold gewann. Das ÖSV-Quartett landete hinter Norwegen auf dem zweiten Platz: Stephan Embacher freute sich über seine erste WM-Medaille, Manuel Fettner über die vielleicht letzte Medaille seiner Karriere. Stefan Krafft und Jan Horle schlossen mit vier Silberstücken ab.
Es ist nur gut, dass der ÖSV nach dem Wettkampf nicht gegen Ren Nikaidos möglichen Verbleib auf dem Eis protestiert hat, als dieser das Spiel verlassen hätte – er hätte das Spiel erneut in den Schatten gestellt.
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