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Petra Baer wurde zur Präsidentin des Europarats gewählt

    Petra Baer wurde zur Präsidentin des Europarats gewählt

    SPÖ-Nationalrätin Petra Baer ist zur neuen Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) gewählt worden. Baer gewann am Montag im ersten Wahlgang in Straßburg mit 164 zu 50 Stimmen gegen die schwedische Abgeordnete Viktoria Tiblom vom rechtskonservativen Block, wie PACE und der Europarat bekannt gaben. Der Europarat hat 46 Mitgliedsstaaten und setzt sich für Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in Europa ein.

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    Die Amtszeit beträgt ein Jahr und kann einmal verlängert werden. Baer ersetzt in dieser Rolle den griechischen Konservativen Theodoros Roussopoulos. Sie ist die 36. PACE-Vorsitzende und die fünfte Frau, die diese Position innehat. Österreichische Vorgänger in diesem Amt waren die SPÖ-Politiker Karl Zernetz (1975–1978) und Peter Schieder (2002–2004). „Wir müssen die regelbasierte Weltordnung gegen alle Widerstände verteidigen“, betonte Bayer laut einer SPÖ-Aussendung in seiner Antrittsrede.

    Beyer ist seit 2002 Mitglied des österreichischen Nationalrats und leitet seit 2025 den Außenpolitischen Ausschuss. Seit 2018 ist sie Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats und leitet dort die Ausschüsse für Gleichstellung, Nichtdiskriminierung und Richterwahl am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR).

    Baer kritisiert „unvorhersehbares Vorgehen der USA“.

    „Die jüngsten globalen Entwicklungen, insbesondere das unvorhersehbare Vorgehen der USA, machen deutlich, wie dringend wir eine stabile, regelbasierte internationale Ordnung brauchen. Der Europarat kann und sollte dazu einen wichtigen Beitrag leisten“, betonte Barr in seiner Eröffnungsrede. Das Gesetz sollte Vorrang vor der Macht haben.

    Der Europarat steht fest für internationales Recht, Frieden und territoriale Integrität. Der Aussendung zufolge verurteilte Barr in seiner Rede den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und lobte den mutigen Widerstand der ukrainischen Bevölkerung: „Dieser Krieg ist nicht nur ein Angriff auf die Souveränität eines Staates. Es ist ein Angriff auf die Grundlagen des Völkerrechts, des europäischen Friedenssystems und der Menschenrechte.“

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    Bayer will sich während ihrer Präsidentschaft auf den Schutz der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und der europäischen Grundrechte konzentrieren, wie sie betonte. Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) ist im Kampf gegen illegale Migration zuletzt unter Druck geraten. Österreich und andere europäische Länder fordern eine Erleichterung der Abschiebung ausländischer Straftäter.

    Planung für Russland nach Putin

    Beyer sieht es als wichtige Aufgabe an, die russische Zivilgesellschaft zu vernetzen und miteinander in Dialog zu bringen, um einen konstruktiven Austausch für Russland nach der Herrschaft Wladimir Putins vorzubereiten. Weitere Themen sind die Entwicklung zusätzlicher Protokolle zur Verankerung des Rechts auf ein Leben in einer sicheren, sauberen und nachhaltigen Umwelt. Gleichzeitig will sich Bayer für den Schutz vor hybriden Bedrohungen wie Desinformation und Fake News einsetzen und den diesbezüglichen Kapazitätsaufbau der Mitgliedsstaaten stärken. Nach Angaben des SPÖ-Pressedienstes stehen auch das Thema künstliche Intelligenz und die Entwicklung ethischer Standards und Vorschriften auf ihrer Agenda.

    Als PACE-Präsident will Beyer am Dienstag die ersten Termine in seiner neuen Funktion wahrnehmen: Am Mittag will er eine Zeremonie zum Internationalen Holocaust-Gedenktag eröffnen und anschließend bilaterale Gespräche mit dem armenischen Außenminister Ararat Mirzoyan und der moldauischen Präsidentin Mia Sandu führen.

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