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Befreiung von Auschwitz: Österreichs Spitzenpolitiker gedenken der Opfer des Holocaust

    Befreiung von Auschwitz: Österreichs Spitzenpolitiker gedenken der Opfer des Holocaust

    81 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau gedenkt das offizielle Österreich am Dienstag der Opfer des nationalsozialistischen Terrors. Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags luden die Nationalratspräsidenten Walter Rosenkranz (FPÖ), Peter Höbner (ÖVP) und Doris Bures (SPÖ) sowie Bundesratspräsident Markus Stötter zu einer Gedenkveranstaltung ins Abgeordnetenhaus. Eine Ansprache hält Eli Rosen, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für Salzburg, Kärnten und Steiermark (IKG). Schauspielerin Martina Ebm liest aus dem Buch „Continuing Life. A Youth“ der Literaturwissenschaftlerin und Holocaust-Überlebenden Ruth Kluger. Für das Musical wurden Werke jüdischer Künstler ausgewählt, die unter dem NS-Regime verfolgt wurden.

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    Am Dienstagmorgen sprach auch Bundespräsident Alexander van der Bellen anlässlich des Gedenktages auf X (Twitter). „Verantwortung für die Vergangenheit bedeutet Verantwortung für die Gegenwart: Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung haben in unserer Gesellschaft keinen Platz“, schreibt das Staatsoberhaupt. „Die Erinnerung an die Morde, die Erinnerung an ihr Leid ist ein Prozess, der niemals endet. Die Erinnerung ist eine ständige Mission für die Menschheit, für die Demokratie und nie wieder für Klarheit.“

    Die Parteien warnen vor Antisemitismus und Rassismus

    Auch in mehreren Gedenktagssendungen gedachten die Parteien der Befreiung des Vernichtungslagers. „Im Gedenken an die unzähligen Opfer nationalsozialistischer Gewalt setzen wir uns für die Wahrung von Demokratie und Menschenrechten sowie für ein menschenwürdiges Zusammenleben in unserer Gesellschaft ein“, sagte SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Bebler. Ähnlich sieht es Neos-Parteichef Beat Meinal-Reisinger: „Was im Holocaust geschah, hat längst begonnen – mit der Stärkung von Feindbildern, mit Ausgrenzung, Hass und Hetze. Wir haben aus dieser Erfahrung gelernt und werden alles tun, um neue Formen der Diskriminierung, rassistische Stereotype und Verschwörung in unserer Gesellschaft zu verhindern.“

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    Auch FPÖ-Chef Herbert Kickl erinnerte in einer Aussendung an „das dunkelste Kapitel in der Geschichte unseres Landes“, das nicht vergessen werden dürfe. Erinnern soll der Auftrag sein, „immer und überall für Freiheit, Demokratie, Menschenwürde und die damit verbundenen Grundwerte einzustehen und diese zu schützen“.

    Der 27. Januar sei auch ein Tag, „der uns daran erinnert, dass das, was nie wieder passieren sollte, wieder passieren kann. Der Holocaust begann nicht mit Auschwitz, sondern mit Hass und Hetze gegen bestimmte Gruppen, mit falscher Propaganda, gezielten Angriffen auf demokratische Institutionen und einer viel größeren Zahl von Menschen und Parteien, die sich beteiligten“, schreibt der Sprecher der kleinlichen, schmierigen Lumor-Partei.

    Der 27. Januar ist seit 2005 der Internationale Tag des Gedenkens

    Im Jahr 2005 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Januar zum Internationalen Holocaust-Gedenktag. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die Häftlinge des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, in dem in den Jahren zuvor mehr als eine Million Menschen getötet worden waren.

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