Während des Spiels gegen Vorarlberg waren die Ränge im Bunker unwissentlich mit Oberschichtsmännern gefüllt. Allerdings erlebten Kapitän Korbinian Holzer, Frank Hora, Nick Swaney, Nick Bellen, Nico Brunner, Chris Collins und die gesperrten Josh Currie und Marcus Vella ein Spiel, in dem den Grazern das Fehlen von acht Stammspielern weitgehend nicht auffiel. Trainer Daniel Lacroix hatte nur vier Legionäre zur Verfügung, zumindest wird Vella für das Spiel am Samstag gegen Innsbruck (18:30 Uhr) wieder dabei sein. Und so gab es an diesem Abend gleich zwei Ligadebüts: Lucas Englehart, jüngerer Bruder des ehemaligen 99ers-Spielers Jakob (Kitzbühl), und Lucas Fassmann wurden zum ersten Mal in seiner Karriere von der Akademie (U20) in die erste Mannschaft berufen. Für Englehart endete der Abend nach der ersten Schicht schlecht. Er musste ins Krankenhaus.
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Mit einem kraftvollen Start gaben sie den Ton an, Nico Feldner (3.) traf den roten Stahl mit nur einem Schuss. Manuel Ganahl war in der siebten Spielminute zur Stelle. Der Puck kam von Michael Schichl vor dem Tor und der Vorarlberger schoss zunächst und brachte dann den Abpraller ins Tor.
Als Paul Reiner und Ganahl innerhalb von 37 Sekunden einen Elfmeter verwandelten, ging es wider Erwarten nicht besonders knackig zu. Die Vorarlberger kamen langsam aufs Tor und die Grazer verteidigten klug – ein Schuss, der 20 Zentimeter am Tor vorbei flog, war der Höhepunkt. 99 schnitten besser ab. Paul Huber ließ sich nicht in das Gedränge hinter dem Tor hineinziehen und war schnell genug vor dem Tor, als Casper Alexandre Cotcansalo einen Schuss von der blauen Linie abfeuerte – und den Puck unaufhaltsam abfälschte.
Ein Positionsfehler verursachte Stress
Das zweite Drittel war zunächst von Grazer Dominanz geprägt, aus der sich jedoch nicht viele hochklassige Chancen herausspielten. Die Vorarlberger waren im Konter lange Zeit – wenn überhaupt – gefährlich. Ein Positionsfehler der 99ers in der Abwehr sorgte in der 29. Minute für Spannung im Spiel. Oscar Mayer schoss selbst vor dem Tor und ließ sich die Chance nicht entgehen. Die Vorarlberger schnupperten die Morgenluft und drehten die Intensität etwas höher. Graz blieb gegenüber seiner Anfangsleistung etwas zurück und leistete sich Fehler. Der Vorsprung wurde jedoch ausgebaut. Nach dem Schuss von Anders Koch, den Torwart Alex Caffey mit der Brust abwehrte, war Huber in der richtigen Position: Der Puck prallte von seinem Schuh ins Tor.
Mit einem Single aus dem eigenen Drittel sorgte Marlon Schoffen (45.) für kurze Ruhe im Bunker. Er wählte den Weg durch die Mitte, der etwas zu breit war – es gab Spekulationen, dass er seitlich passieren würde. Nach dem Tor wurde das Spiel wieder offener. Maxime Legasse konnte mehr leisten und zeigte erneut sein Können. Ein Elfmeter gegen Schichl (52.) hatte keine negativen Auswirkungen – erneut waren die Pioneers leicht in Überzahl. Als er zum Eis zurückkehrte, wurde Murtler selbst von Julius Rainey unsanft niedergeschlagen. Michael Kernberger folgte 18 Sekunden später und hatte noch immer nicht den entscheidenden vierten Treffer erzielt. Vorarlberg holte Caffey mehr als zwei Minuten vor Schluss vom Eis.
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