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„Eher möglich“: Der HSV hat die Schwächen der Bayern erkannt

    „Eher möglich“: Der HSV hat die Schwächen der Bayern erkannt

    Merlin Polzin und Fabio Vieira wollen einen anderen HSV vom 0:5 in München präsentieren. Foto: WITTERS

    „Eher möglich“: Der HSV hat die Schwächen der Bayern erkannt

    Um die Bayern zu überraschen, will Merlin Polzin keine „völlig wilden und verrückten Sachen“ machen. „Es geht darum, für die eigenen Überzeugungen zu arbeiten.“ Der HSV will am Samstag (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) seinen Grundsätzen treu bleiben. Allerdings weiß der Cheftrainer, dass in der Bundesliga meist die Mannschaft aus München über den Ausgang der Spiele entscheidet. Um der Mannschaft von Vincent Kompany einen Vorsprung zu verschaffen, haben die HSV-Analysten intensive Arbeit geleistet – und Schwachstellen identifiziert.

    Polzin verriet im Vorfeld des Nord-Süd-Klassikers, dass sich der Trainerstab auch die 1:2-Niederlage der Bayern beim FC Augsburg am vergangenen Samstag noch einmal angeschaut habe. Gleiches gilt für die anderen Spiele, die der Rekordmeister zuletzt gegen Abstiegskandidaten bestritt – etwa Mainz 05 (2:2) oder Wolfsburg (8:1). Der VfL schaffte es, den FCB zumindest bis zur Halbzeit zu ärgern (1:2-Rückstand). „Von allen Mannschaften, die gegen Bayern den einen oder anderen Punkt geholt haben, muss ihre Intensität herausragen“, sagte Polzin und schloss: „Wir müssen lauf- und angriffstechnisch ein Fundament haben, um eine Chance zu haben.“

    HSV-Trainer Polzin: „Der FC Bayern hat uns eine Lektion erteilt“

    Die Zeit nach dem Stadtderby gegen St. Pauli (0:0) nutzte das HSV-Team, um Kompanys Fußball zu studieren und daraus nützliche Rückschlüsse zu ziehen. Der Spielplan hat nicht funktioniert, als wir im Hinspiel mit 0:5 verloren haben, aber auch unsere eigenen Prozesse haben immer noch nicht funktioniert. „Sie haben uns im ersten Spiel eine Lektion erteilt, vor allem in der ersten Halbzeit, den ersten 20 bis 30 Minuten“, erinnerte sich Polzin an den schnellen 0:4-Rückstand. „Aber jetzt sind wir einen Schritt voraus – und wir wollen zeigen, dass wir es besser können.“ Dabei soll die Arbeit des Analyseteams helfen.

    Bayern-Trainer Vincent Kompany (links) freut sich auf das bevorstehende Spitzenspiel gegen den HSV und Merlin Polcin.

    Wie man den Bayern wehtun kann, haben zuletzt die Augsburger in der Bundesliga und die PSV Eindhoven in der Champions League gezeigt: mit schnellem Vorwärtsfußball nach Ballverlusten der Münchner. Der HSV setzt seit dem Aufstieg verstärkt auf Konter und Polzin betont: „An unserem klaren Spielplan wird sich im Vergleich zu anderen Spielen kaum etwas ändern.“ Gleichzeitig will der HSV auch im Ballbesitz mutig sein. Dabei hilft die Tatsache, dass es Profis viel leichter fällt, vor heimischem Publikum dominante Phasen zu schaffen.

    Der HSV will mutig sein – München kommt mit all seinen Stars

    Polzin setzt auf den Heimspieleffekt – den der HSV bereits gegen andere Spitzenteams wie Dortmund (1:1), Stuttgart (3:2) und Frankfurt (1:1) genutzt hat. „Auch wenn manche darüber lachen, dass ich immer wieder das Volksparkstadion erwähne, sind hier schon Dinge passiert, die an anderen Orten nicht so einfach passieren“, betont der Trainer, der weiß, dass man in der Favoritenrolle liegt, die Wahrscheinlichkeiten aber nicht ausrechnen will. „Gegen Bayern kommt es mehr auf den Glauben an, den wir brauchen.“ Polzin erklärt: „Wir müssen uns Dinge vorstellen, die vielleicht sehr weit hergeholt erscheinen. Aber wenn man viel investiert, können sie wahr werden.“


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    Erschwerend kommt aus Hamburger Sicht hinzu, dass die Startelf der Münchner nicht so leicht vorhersehbar ist. Kompany rotiert viel, um alle seine Stars bei Laune zu halten oder um zurückkehrenden Spielern wie Jamal Musiala und Alphonso Davis die Spielpraxis zu geben, die sie auf dem Weg zurück zu Höchstform benötigen. Manuel Neuer, Michael Olisset und Harry Kane saßen in Eindhoven als einzige auf der Bank – und werden in Hamburg wieder von Beginn an starten. Deshalb wird Polzin weder Angst noch Sorgen haben. Der 35-jährige Fußballspieler freut sich auf die prominenten Spieler des Gegners. „Wir haben im Trainerstab gesagt, dass uns nichts Besseres passieren kann, als die stärksten Spieler des FC Bayern hier spielen zu lassen“, sagt er. „Das war das Ziel mit dem Aufstieg, diese Spieler hier im Volkspark zu haben.“

    „Heimstark“: Comani kennt die Stärke des HSV-Stadions

    Auch Kompany trat die Reise in den Norden mit viel Respekt an – denn der Belgier weiß, dass sein Ex-Klub ein gutes Verhandlungsobjekt ist. „Sie sind heimstark“, sagte der Bayern-Trainer am Freitagmorgen. Er erwartet, dass der HSV „eine Mannschaft ist, die um die Punkte kämpft, die weiß, dass es eine wichtige Phase der Saison ist und zu Hause daran glaubt, dass es klappen kann.“ Schon ein bloßer Punktgewinn wäre für den HSV eine kleine Sensation. Das will Kompany aber nicht zulassen, nachdem der jüngste Patzer den Tabellenzweiten Dortmund in Bedrängnis brachte: „Die Wahrheit ist, dass wir motiviert sind, wir haben Selbstvertrauen und wir haben jede Menge Enthusiasmus für dieses Spiel.“

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    Polzin geht es genauso. Da Mainz (bei Leipzig), Bremen (gegen Gladbach) sowie St. Pauli und Augsburg (gegeneinander) bereits am Samstagnachmittag spielen, könnte der HSV schon vor dem Anpfiff auf den 16. Platz zurückfallen. Doch der Fokus liegt nur auf dem eigenen Duell. „Wir wollen am Samstag eine gute Leistung abliefern – das muss man gegen die Bayern schaffen, um eine Chance zu haben“, betonte Polcin. „Man muss viel laufen, viele Räume schließen, die man mit ihrer hohen Qualität sehr gut nutzen kann. Da müssen wir sicher noch ein bisschen kreativer und intensiver sein als bisher.“ Andernfalls nützt selbst die beste analytische Arbeit wenig.

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