Die Towers gewannen zum fünften Mal in Folge gegen Chemnitz – erneut mithilfe des überragenden Devon Daniels (r.). Foto: WITTERS
Daniels Domination Sieg: Die Towers machen weiter
Plötzlich kann Veolia Towers Hamburg nichts mehr aufhalten. Nach der 24-Spiele-Niederlageserie im letzten Jahr bauten die Towers am Samstagabend ihre positive Serie weiter aus. Vor 2.921 Zuschauern in der Inselpark Arena siegten sie deutlich mit 86:69 (40:37) gegen die Niners Chemnitz. Auch hier spielte der sehr starke Devon Daniels eine Schlüsselrolle.
Trotz ihrer jüngsten Siegesserie blickten die Towers kritisch auf die erste Saisonhälfte zurück. „Die harten Zeiten sind noch nicht vorbei“, sagte General Manager Marvin Willoughby am Freitag. Man sollte sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Ein Blick auf die Tabelle bestätigt dies. Aufgrund des direkten Duells der beiden Tabellenletzten MLP Academics Heidelberg und Basketball Löwen Braunschweig am Sonntag benötigten die punktgleichen Towers einen Sieg, um den Abstieg zu verhindern.
Die Türme fallen zurück und wehren sich
Die Niners haben zuletzt vier Spiele in Folge verloren. Die Towers hingegen haben in allen Wettbewerben vier Spiele in Folge geschafft. Die Geschichte der beiden Vereine reicht bis in ihre gemeinsame Zeit in der ProA-Liga zurück, wo eine gewisse Rivalität entstand. Einer der wenigen, der die Bedeutung des Spiels aus eigener Erfahrung einschätzen kann, ist Osaro Rich. „Ich kenne die Vorgeschichte und habe viele Zweikämpfe miterlebt“, sagte er vor dem Duell. Towers-Trainer Benka Barloszki warnte vor dem „schnellen Spiel“ der Chemnitzer.
Und so begannen die Gäste. schnell. Sie gingen früh mit 8:2 in Führung und bauten diese kurz darauf auf 13:4 aus. Die Wurfgeschwindigkeit der Geschütztürme war anfangs zu schlecht. Der erste Höhepunkt der Hausherren kam nach knapp neun Minuten. Zombor Maronka kehrte nach einer vierwöchigen verletzungsbedingten Pause auf das Feld zurück. Gegen die Sachsen konnte sich Barloski erstmals in dieser Saison auf sein gesamtes Team verlassen. Und Maronka machte dort weiter, wo er vor seiner Verletzung aufgehört hatte. Ohne Eingewöhnungszeit machte er seine ersten beiden Drei-Punkte-Versuche – und brachte die Towers im zweiten Viertel mit 20:18 in Führung.
Nachdem das erste Viertel mit einem relativ schwachen Ergebnis von 14:18 endete, waren es in den zweiten zehn Minuten vor allem die Towers, die ins Spiel kamen. Der zwischenzeitliche Vorsprung von 34:24 für Chemnitz beeindruckte die Towers nicht. Sie blieben hungrig auf dem Feld und verwandelten noch einmal auf 40:37 – so kam es zur Halbzeit.
Der herausragende Devon Daniels holt den fünften Sieg in Folge
Nach der Pause war auf dem Platz der Lauf der letzten Wochen spürbar. Die Türme spielten lässig und zogen weiter. Der erneut herausragende Devon Daniels erzielte 18 Punkte in 30 Minuten und verhalf den Towers zu Beginn der letzten zehn Minuten mit einem Vorsprung von 66-50.
Diesen Vorsprung ließen die Towers im letzten Viertel nicht mehr zu. Devon Daniels glänzte sowohl defensiv als auch offensiv, erzielte spielbeste 25 Punkte und sicherte den Towers den fünften Sieg in Folge. Mit der Hilfe von Benedikt Turudic sang LG Thorpe „Humba Humba Tätarä“. Die Stimmung in den Towers ist so gut wie schon lange nicht mehr.
Barloski: „Selbstvertrauen ist der größte Faktor“
Als Kabinen-DJ gehört es zu den erweiterten Aufgaben von LJ Thorpe, in den Türmen für gute Stimmung zu sorgen. Lieblingssong aus der Umkleidekabine im Moment? „Ein Mann, den ich brauche“, verriet Thorpe nach dem Spiel. „Wir müssen alle die Person sein, die der andere braucht“, sagte er und bezog sich dabei auf den Titel des Liedes und die Struktur des Teams. Er erinnerte sich nicht an den Namen der Künstlerin Olivia Dean, aber ihr Lied scheint Glück zu bringen. „Sieht aus, als würden wir aufholen“, heißt es im Lied zu Beginn. Es könnte nicht passender für die aktuelle Situation der Towers sein. Denn das Aufholen der verlorenen Zeit ist genau das, was das Team derzeit versucht – und zwar mit Erfolg.
Viel Spaß dürfte das Team aber auch nicht haben. „Wir, die Routiniers, Nick (Wimberg), Bene (Turudic) und ich, werden dafür sorgen. Wir werden die Spieler ein bisschen angreifen, wenn sie zu viel Spaß haben. Das ist auch unsere Aufgabe“, sagte der 33-jährige Martin Breunig lächelnd. Trainer Barlosky sieht „Selbstvertrauen“ nach wie vor als den „größten Faktor“ für den Aufwärtstrend der Towers. „Ich glaube an die menschlichen Beziehungen, die ich zu den Spielern aufbaue“, sagte er.
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Towers sind jetzt zurück im Eurocup. Das vorletzte Länderspiel findet am Donnerstag gegen Cedevita Olimpia aus Slowenien statt, bevor es am Sonntag zum Bundesliga-Abstiegsduell mit Braunschweig kommt.
