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Jörg Haiders Freund: Gaddafis Sohn Saif al-Islam ist gestorben

    Jörg Haiders Freund: Gaddafis Sohn Saif al-Islam ist gestorben

    Saif al-Islam Gaddafi, ein Sohn des verstorbenen libyschen Herrschers Muammar al-Gaddafi, ist gestorben. Der 53-Jährige sei in seinem Haus von vier Männern getötet worden, sagte sein Berater Abdullah Othman Abdurrahim am Dienstag im libyschen Sender Al-Ahrar. „Vier Männer griffen das Gelände von Saif al-Islam Gaddafi an, nachdem sie Überwachungskameras ausgeschaltet hatten“, sagte Abdurrahim. „Dann haben sie ihn getötet.“

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    Nähere Angaben zu den Umständen des Todes Saif al-Islam Gaddafis machte Abdurrahim zunächst nicht. Sein Cousin Hamid Gaddafi teilte dem Radiosender al-Ahrar am Telefon mit, Saif al-Islam sei „als Märtyrer gefallen“. „Wir haben nicht viele Informationen“, fügte er hinzu.

    Medienberichten zufolge wurde Saif al-Islam in der westlibyschen Stadt Zintan getötet. Dies sagte ein arabischer Korrespondent von Al Jazeera. Allerdings ist noch unklar, wer die Angreifer sein könnten. Die libyschen Behörden haben sich bisher nicht öffentlich geäußert. Seine Schwester berichtete dem libyschen Fernsehen, Seif al-Islam sei nahe der algerischen Grenze gestorben.

    Studierte in Wien

    Seif al-Islam lebt seit den 1990er Jahren teilweise in Österreich und studierte in Wien. Unter anderem pflegte er enge Kontakte zum damaligen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider und FPÖ-Funktionären.

    Chaos in Libyen seit dem Sturz von Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011

    Chaos, Gewalt und Instabilität herrschen in Libyen seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011. Das nordafrikanische Land ist seitdem gespalten – wobei die offizielle, von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung von Premierminister Abdulhamid Dabibah in Tripolis im Westen mit einer Gegenregierung und dem von Khaltar unterstützten Amtsinhaber im dortigen Parlament konkurriert.

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    Saif al-Islam galt schon lange als möglicher Nachfolger seines Vaters

    Er galt lange als möglicher Nachfolger seines Vaters und präsentierte sich vor dem Arabischen Frühling 2011 mit einem gemäßigten und reformorientierten Image. Dieser Ruf löste sich auf, als er „Wasser aus Blut“ gegen Protestbewegungen in nordafrikanischen Ländern ankündigte.

    Er wurde im November 2011 im Süden Libyens auf der Grundlage eines Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) festgenommen. 2015 wurde er in Abwesenheit von einem Gericht in Tripolis zum Tode verurteilt, nachdem sein Vater während des Aufstands gestürzt worden war. Später wurde er von einer rivalisierenden Regierung im Osten Libyens begnadigt. Im Jahr 2021 gab er seine Absicht bekannt, für das Präsidentenamt zu kandidieren, die Wahl fand jedoch nie statt.

    Angst vor Auswirkungen auf die Präsidentschaftswahl

    Aus Sicht des Experten Imad Badi könnte der Tod von Saif al-Islam Gaddafi ihn „in den Augen eines großen Teils der Bevölkerung zum Märtyrer machen“. Gleichzeitig könne sein Tod Auswirkungen auf die Präsidentschaftswahl haben, da nun eine „große Hürde“ beseitigt sei, erklärte Badi im Onlinedienst.

    Moussa Ibrahim, ein ehemaliger Sprecher der Gaddafi-Regierung, verurteilte die Tat als „Verrat“. Er hat vor zwei Tagen mit Saif al-Islam gesprochen. „Er wollte ein geeintes und souveränes Libyen, das für alle seine Bewohner sicher wäre“, schrieb er

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