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Wegen Trump die Fußballweltmeisterschaft boykottieren? EU-Politiker üben Druck auf die UEFA aus!

    Wegen Trump die Fußballweltmeisterschaft boykottieren? EU-Politiker üben Druck auf die UEFA aus!

    Donald Trump und Gianni Infantino stehen derzeit vor vielen Schwierigkeiten. Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

    Wegen Trump die Fußballweltmeisterschaft boykottieren? EU-Politiker üben Druck auf die UEFA aus!

    Mehrere EU-Abgeordnete haben offenbar eine klare Positionierung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zum WM-Austragungsort USA gefordert. Das berichtete der „Spiegel“ am Mittwoch. Der Brief, der dem Nachrichtenmagazin vorliegt, wurde von 19 Abgeordneten der Grünen, Sozialdemokraten, Liberalen und Linken unterzeichnet, darunter auch deutsche Politiker. Dabei geht es auch um einen möglichen Boykott der Weltmeisterschaft.

    „In den letzten Jahren, insbesondere während der Trump-Administration, haben die Vereinigten Staaten eine Politik verfolgt und eine Rhetorik verwendet, die ernsthafte Zweifel an der Achtung des Völkerrechts, der demokratischen Standards und des Prinzips der Selbstbestimmung aufkommen lässt“, heißt es in dem Brief an die UEFA, der sich auch auf die Grönland-Debatte bezog.

    Weltmeisterschaft „kann nicht vom politischen Kontext getrennt werden“

    Die Bevölkerung der autonomen Region, die zu Dänemark gehört, wurde „manchmal“ so behandelt, als sei sie „ein strategischer oder wirtschaftlicher Vermögenswert und nicht eine Gemeinschaft mit dem Recht, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden“.

    Eine solche Rhetorik widerspreche den Werten des Fußballs, zu denen „Respekt, Würde, Gleichheit und gegenseitige Anerkennung von Nationen und Völkern“ gehörten, zitierte der Spiegel den Brief. Die Ausrichtung der Weltmeisterschaft in diesem Sommer „birgt das Risiko einer Normalisierung und Legitimierung dieser politischen Einstellungen. Ein Turnier, das Milliarden von Menschen erreicht, kann nicht von seinem politischen Kontext getrennt werden.“

    Die UEFA bekennt sich ausdrücklich zu Menschenrechten, Inklusion und der Achtung internationaler Standards. „Diese Verpflichtungen sollten auch dann gelten, wenn wirtschaftliche Interessen oder politischer Druck zunehmen.“ Laut Spiegel fordert der Brief die UEFA dazu auf, die Entscheidung, US-Präsident Donald Trump mit dem eigens geschaffenen FIFA-Friedenspreis zu verleihen, öffentlich zu kritisieren.

    Devine schlug WM-Boykott vor – DFB dagegen

    Die UEFA solle auch Diskussionen über mögliche Konsequenzen unterstützen, „einschließlich koordinierter Boykotte oder anderer Maßnahmen, wenn diese Werte weiterhin verletzt werden“. Der Brief richtet sich nicht speziell gegen den Fußball, die Spieler oder die Fans. Es erreichte die UEFA gut eine Woche vor ihrem Kongress in Brüssel (12. Februar).

    Zuletzt hat die WM-Debatte auch in Deutschland an Dynamik gewonnen. Auslöser war ein Gespräch der MOPO mit St. Pauli-Präsident Oke Götlich, das eine offene Diskussion über einen WM-Boykott anregte. Der DFB hat sich gegen den Boykott ausgesprochen. Auch die Bundesregierung unterstützt eine solche Maßnahme derzeit nicht, wie Christiane Schenderlein, Landesministerin für Sport und Ehrenamt, in der Süddeutschen Zeitung erklärte.

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    Die aggressive Politik von US-Präsident Trump, auch gegenüber Grönland, und eine Eskalation der Operationen der Einwanderungsbehörde ICE haben die Diskussion in den letzten Wochen angeheizt. Auch aus politischen Reihen gab es erste Stimmen, die zu einem Boykott führten. (sid/lam)

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