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Eröffnungsfeier im San Siro: Zwei olympische Flammen für Italien

    Eröffnungsfeier im San Siro: Zwei olympische Flammen für Italien

    Normalerweise findet King-Football im ehrwürdigen Giuseppe-Mezza-Stadion (erbaut 1926) statt, das rund 80.000 Besuchern Platz bietet. Doch nun müssen sich die Topklubs Inter Mailand und AC Mailand der olympischen Bewegung anschließen. Heute (20 Uhr, ORF 1) XXV. Winterspiele eröffnet. Natürlich mit enormen Sicherheitsvorkehrungen.

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    Diese Feier wird nicht so großartig, spektakulär und teuer sein wie die Sommerzeremonie 2024 auf der Seine in Paris – das ist auch die Absicht. Die Show, deren Motto „Harmonie“ lautet, verbindet urbanen Geist mit alpiner Natur. „Im Namen des Sports, des Friedens und der Brüderlichkeit der Menschen“, so die Veranstalter.

    Die Besetzung mit Pop- und Klassikstars kann sich durchaus sehen lassen: Mariah Carey, Andrea Bocelli, Laura Pausini, Lang Lang, Cecilia Bartoli und der Rapper Gali dominieren die Künstlerliste. An dem Programm nehmen nicht weniger als 1.200 Freiwillige aus 27 Ländern im Alter zwischen 10 und 70 Jahren teil; Es werden 1.400 verschiedene Kostüme getragen und 1.000 Requisiten verwendet. Aufgrund der großen Entfernung zwischen den sogenannten Clustern, also Wettkampfstätten (in sechs Regionen), gibt es ein Novum in der Geschichte: Zum ersten Mal werden an diesem Abend zwei olympische Flammen entzündet – eines am Arco della Pace in Mailand, das andere an der Piazza Dibona in Cortina d’Ampezzo.

    „Es ist die größte Ehre“

    Da sich viele der 2.900 Athleten aus 92 Nationen unmittelbar auf den Wettkampf vorbereiten, werden bekannte Gesichter beim Einmarsch ins Stadion fehlen. Zwei Olympiasieger gibt es auf jeden Fall: Die Snowboard-Stars Anna Gasser und Benjamin Carl haben die Ehre, die rot-weiß-rote Flagge ins Stadion zu tragen. „Wir nehmen das mit großer Freude und Stolz an“, sagte Gasser (34). Der 40-jährige Karl gab zu, dass er bei seinen letzten Spielen nicht mehr mit der Auszeichnung gerechnet hatte: „Es ist die größte Ehre – und ich habe mir schon vor Jahren gewünscht, dass ich es eines Tages könnte.“ Die besten Momente kommen oft am Ende einer Karriere. Es versteht sich von selbst, dass der Protagonist ein perfektes Zuhause braucht. Doch so richtig im olympischen Geist ist die Modemetropole Mailand noch nicht angekommen. Für die Eröffnung am Mittwoch waren noch mehr als 10.000 Tickets verfügbar. Die Rabattaktion unter dem Motto „Ein Ticket zahlen, zwei bekommen“ soll den Vorverkauf beschleunigen, doch die Eintrittspreise schrecken viele Interessenten ab: Die günstigsten Sitzplätze kosten 130 Euro, die höheren Kategorien 700, 1400 bis 2026 Euro. Medaillenentscheidungen lassen ein gut gefülltes Teilnehmerfeld erwarten. Rund 1,2 Millionen Tickets wurden auf den Markt gebracht, doch das italienische Tourismusministerium rechnet mit gut zwei Millionen Olympia-Fans aus aller Welt.

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    Ein Protest ist geplant

    Bei aller Aufregung bleibt der Sicherheitsaspekt an erster Stelle. Um einen reibungslosen Ablauf der Winterspiele zu gewährleisten, wurden 50 Millionen Euro investiert – in Drohnen, Roboter, umfangreiche Videoüberwachung, Anti-Sabotage-Einheiten, Scharfschützen und spezialisierte Rettungsdienste im alpinen Gelände. Die globale Bedeutung der Olympischen Spiele und das damit verbundene Rampenlicht in der Berichterstattung bringt meist die Demonstranten auf den Plan. Die Behörden bereiten sich auf Proteste linker und pro-palästinensischer Gruppen vor der Eröffnung des berühmten Mailänder Opernhauses Teatro alla Scala vor. Es werden auch Kundgebungen gegen ICE, die ins Kreuzfeuer geratene US-Einwanderungsbehörde, erwartet.

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