Breezy Johnson holte ihr Abfahrtsgold bei der Weltmeisterschaft in Saalbach und Olympiagold in Cortina d’Ampezzo. Die Amerikanerin gewann am Sonntag die Olympia delle Toffee mit 0,04 Sekunden Vorsprung vor der Deutschen Emma Eicher. Bronze ging an die Italienerin Sofia Goggia, Platz vier ging an die Steirerin Cornelia Hutter. Ein Sturz von Johnsons Landsfrau Lindsey Vonn sorgte jedoch für einen Dämpfer für das Renngeschehen.
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Rot-weiß-rote Durststrecke
Die Medaillen-Dürre des ÖSV im olympischen Ski-Abfahrtsrennen der Damen hielt an. Zuletzt gewann Elizabeth Gorgle 2010 in Vancouver Bronze – seitdem wartet der örtliche Verband auf Nachschub. Ariane Rädler wurde Achte, Vizeweltmeisterin Mirjam Puchner Elfte. Nina Ortlieb wurde bei dem Sturz nicht ernsthaft verletzt.
„Ich glaube, ich hätte mit Sofia um Bronze duellieren können, was weh tut. Ich habe einen Fehler gemacht – meinen Fehler“, sagte Hutter. „Ich wusste, dass es nicht reichte, weil ich wusste, wer noch an der Spitze war. Aber es ist Skifahren, das werde ich mich nach all meinen Verletzungen nicht trennen lassen.“ Einen Tag zuvor hatte Skispringerin Lisa Eder, eine ÖOC-Athletin, bereits den vierten Platz erreicht.
Radler erklärte, dass seine Fahrt nicht perfekt war. „Ich wollte mich nicht zurückhalten und habe wirklich alles gegeben, aber vielleicht war es ein Mal zu viel. Nur 1, 2 oder 3 Punkte – in diesem Sinne ist es wirklich schade.“ Puchner, die nach Vonn lange warten musste, sagte, sie müsse den heutigen Tag hinter sich lassen. „Wir haben noch zwei Möglichkeiten, bei denen wir Gas geben müssen.“
Ein spannendes Duell zwischen Johnson und Eicher
Radler war die erste österreichische Nummer 2, die eine faire Zeit erzielte, was Johnson zu verdanken war. Der Weltmeister ging mit der Nummer 6 auf die Strecke und betrat eine neue Dimension. Besonders beeindruckend war der unerbittliche Angriff des 30-Jährigen im Schlussabschnitt. Eicher hielt die Wache nach einer Weile an.
Hinter ihm wich Hutter nach einem starken Mittelteil mehrfach von der Ideallinie ab und kam mit 0,86 Sekunden Rückstand auf Johnson ins Ziel. Vaughn ging dann von Startnummer 13 ins Rennen und stürzte bereits nach 15 Sekunden Fahrt. Nach der anschließenden 20-minütigen Pause war zunächst Puchner an der Reihe, gefolgt von Lokalmatador Gogia (+0,59). Mit der Startnummer 17 erreichte die Amerikanerin Jacqueline Wiles die gleiche Zeit wie Hutter.
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