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Ehemalige Talente punkten bei Rückkehr: HSV-Frauen verlieren sehr spät gegen Leipzig

    Ehemalige Talente punkten bei Rückkehr: HSV-Frauen verlieren sehr spät gegen Leipzig

    Leipzigs Topscorerin Lisa Baum setzte sich gegen HSV-Verteidigerin Nigar Mirzalieva durch. Foto: imago/Beautiful sports

    Ehemalige Talente punkten bei Rückkehr: HSV-Frauen verlieren sehr spät gegen Leipzig

    Die HSV-Spieler beendeten ihre Wochen auswärts mit einer herben Niederlage. Nach 1:2 gegen Essen und 0:2 gegen Freiburg endete der dritte Auftritt des Volksparks in Folge trotz eigener Führung mit einer 1:3-Niederlage gegen RB Leipzig. Der erhoffte Aufschub im Abstiegskampf blieb aus – am Ende jubelte eine ehemalige Hamburgerin.

    Zunächst musste der Aufsteiger einen kritischen Moment überwinden: HSV-Torhüterin Lea Paulik parierte einen Eckball gegen die schussbereite Marlene Müller (7.). Magu Doukoure (9.) machte dann auf der anderen Seite deutlich, dass es kein einseitiger Fußball werden würde. Die Dribblerin der Winterpause dribbelte in den Leipziger Strafraum, doch ihr Pass verfehlte das Tor.

    HSV-Talent Lotta Wrede tunnelt den Leipziger Keeper

    Egal, der Startschuss fiel – und fünf Minuten später jubelten die 3.162 Zuschauer im Volkspark – abgesehen von den neun Leipzig-Fans, die die weite Anreise hinter sich hatten. Lotta Vrede (14.) stürmte nach Zuspiel von Melanie Brunthaler energisch in den Strafraum und bohrte den Ball durch die Beine von RB-Keeperin Elvira Herzog zum 1:0 ins lange Eck.

    Sophie Hillebrand, Lotta Vrede und Maria Mikolajova feiern die 1:0-Führung.

    Der 17-Jährige hatte bereits beim 1:0-Hinspielsieg in Leipzig getroffen. Damals war es der einzige Treffer, doch im Rückspiel konnten die Hamburger ihre Führung nur kurz feiern: Lisa Baum (16.) glich mit einem fulminanten 23-Meter-Touchdown schnell zum 1:1 aus.

    Erst Blumen, dann ein Tor für das ehemalige HSV-Talent Lisa Baum

    Ausgerechnet Baum, das 19-jährige ehemalige Starttalent des HSV, das im Sommer nach Sachsen wechselte und anschließend vor dem Anpfiff von HSV-Frauenfußballkoordinatorin Saskia Breuer mit Blumen und einem Foto vom Platz gestellt wurde. Zwei junge Spieler, die vor neun Monaten gemeinsam den HSV-Aufstieg feierten, haben sich nun in verschiedenen Ländern getroffen. Es war Wredes zweiter Saisontreffer und Baums dritter.

    Das Verhältnis bleibt weiterhin herzlich: Lisa Baum verabschiedet sich von Saskia Breuer.

    Nach dem jugendlichen Trubel in der Anfangsphase wurde es zur Halbzeit ruhiger, weil die HSV-Abwehr das eigene Tor kompakt verteidigte. Verteidigerin Emilia Hirhe wehrte den Schuss von Sandra Starke ab (28.), Sophie Hillebrand stürzte sich auf einen Versuch der Leipziger Island-Stürmerin Emilia Asgeirsdóttir (41.), der dann aber an einer Beinparade von Paulik scheiterte (45.+1) – die Hamburger gingen zur Halbzeit mit 1:1 in Führung, wenn man bedenkt, dass sie 64 Prozent der Duelle gewonnen hatten.

    Bartz vergibt große Chance für den HSV – Vrede ist zurück

    In der zweiten Halbzeit betrat Paulina Bartz das Feld und ersetzte mit Maria Mykolaeva einen weiteren Winterzugang des HSV. Leipzig hatte die erste Chance nach Wiederbeginn, Lou-Anne Joly (47.) köpfte frei ins Tor. Und dann die ganz große Chance für den HSV: Camila Linberg kam in den Strafraum und passte auf die zur Pause ausgewechselte Paulina Bartz (56.), die aber in Herzog ihr Gegenstück fand. Linberg und Bartz schlugen wegen des verpassten 2:1 die Hände vors Gesicht.

    Auch Leipzig wollte einen Sieg: Mehrfach rutschte Baum gegen ihre Gegnerin Nigar Mirzalieva aus, allerdings ohne greifbaren Erfolg. Mirzalieva verließ das Feld nach 66 Minuten und Jonah Vrede gab nach langer Verletzungspause sein Bundesliga-Debüt für sie. HSV-Torhüter Paulik parierte Asgeirsdottir (69.) zur Ecke und klärte auch die lange Luftecke von Gina Chmielinski (72.).

    Ásgeirsdóttir bringt RB Leipzig spät in Führung

    Doch das half nichts, denn dann schlugen die Gäste mit Coolness zu: Müller startete von links aus dem Strafraum und passte in die Mitte zu Asgeirsdóttir (83.), der sich diese Chance nicht entgehen ließ. 2:1 für Leipzig, ein bittersüßes Ergebnis angesichts der weitgehend überzeugenden Leistung der Hamburger.

    Emilia Asgeirsdottir jubelt nach ihrem 2:1-Sieg für Leipzig.

    HSV-Trainerin Liese Brancão startete mit der Einwechslung von Mia Büchele und Annalena Wucher die jüngste Offensive. In der Nachspielzeit hätte Leipzigs Torhüter Herzog beinahe den Ausgleich geschafft, als er einen Freistoß von Svea Stold beinahe ins eigene Tor köpfte – doch die RB-Abwehr zog zusammen, um zu verhindern, dass der Ball über die Linie rollte. Kurz darauf machte Delis Boboy mit seinem 1:3 für RB alles klar.

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    Nach dem Schlusspfiff richtete sich der Blick der Hamburger nach Berlin, wo Abstiegsrivale Jena gegen den 1. FC Union spielte. Der Start erfolgte erst um 16 Uhr. Mit einem Sieg in der Hauptstadt kann Jena zum HSV aufschließen und punktgleich werden. Essen, ebenfalls im Abstiegskampf, spielt erst am Montag gegen den 1. FC Köln. Der HSV geht am Sonntag weiter bei der TSG Hoffenheim.

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