Im ersten Ligaspiel des neuen Jahres rehabilitierte sich der SK Sturm bis zum Pokal-Viertelfinal-Aus gegen Altach. Ein später Treffer von Jakob Hodl (86.) bescherte den Grazern am Sonntag einen 1:0-Heimsieg über den SV Reed. Die Mannschaft von Neo-Trainer Fabio Ingolish liegt nur noch einen Punkt hinter dem Spitzenduo Salzburg und dem LASK auf dem dritten Tabellenplatz. Debütant Reid rutschte zunächst von den Meisterschaftsgruppenrängen auf den siebten Platz ab.
Hinterlassen Sie eine Anzeige
Wie erwartet nahm Ingolitsch nach dem Pokal-Aus gegen seinen Ex-Klub (1:3 nach Verlängerung) mehrere Veränderungen in seiner Mannschaft vor. Winterdebütant Ryan Fosso gab im defensiven Mittelfeld sein Pflichtspieldebüt für den Sturm. Anstelle von CD Jatta stürmte Axel Kayombo. Jayland Michel war neben Paul-Frederick Koller der andere Innenverteidiger. Als er Mitte der ersten Halbzeit ein Problem mit der Achillessehne hatte, wärmte sich Albert Walsie auf – und nicht Ex-Stammspieler Emmanuel Ayew. Der schottische Leihstürmer Rory Wilson, der wie Wolsey erst am Tag der Transferfrist am Freitag unterschrieben hatte, fehlte, da er noch keine Spielfreigabe erhalten hatte.
Ingolitsch gewann das Duell der jungen Trainer
Maximilian Senft nutzte die gleiche Elf beim 3:0-Pokalsieg gegen Rapid. Rund um Weihnachten galt der Reid-Trainer auch als heißer Kandidat für die Nachfolge von Meistertrainer Jürgen Sommel bei Sturm. Da es jedoch zu keiner Einigung zwischen den beiden Klubs kam, gewannen die Ingolesen das Rennen. Senft wollte vor dem Spiel in Graz nicht zu sehr auf die Umstände eingehen.
Die Teams der beiden jungen Trainer neutralisierten sich über weite Strecken der ersten Halbzeit gegenseitig. 13.527 Zuschauer sahen ein hart umkämpftes Spiel ohne große Torszenen. Beide Teams versuchten durch Standardsituationen gefährlich zu werden, dem Spiel mangelte es jedoch an Präzision. Der Kopfball von Niki Hevnar war für Sturm-Ersatztorhüter Matteo Bignetti kein Problem (22.), Spielmacher Otter Kitishvili köpfte für Graz um (42.).
Die Raiders waren in den ersten 20 Minuten nach der Pause das etwas gefährlichere Team. Oliver Steuer wurde ein Tor nicht anerkannt, da ein Reed-Verteidiger leicht im Abseits stand, als Hevaners Kopfball (61.) vorbereitet wurde. Ante Bajic tauchte zweimal vor dem Tor auf (56., 66.), und „Joker“ Peter Keidl wurde nach einem Doppelpass über das Tor geschossen (68.). Auf der Gegenseite musste Reid-Torwart Andries Leitner einen Schuss von Belmin Beganovic abwehren (67.).
Sturm legte im Finish noch einmal zu – und wurde dafür vom eingewechselten Hödl belohnt. Der 19-Jährige zog ungehindert durch die Mitte und fälschte aus etwa 20 Metern ins linke Eck. Mit einem Schlenzer feierte der U21-Nationalspieler sein erstes Bundesliga-Tor. Countishvili hatte bei einem Konter die Chance zum 2:0, scheiterte aber an Leitner (92.). Am Ende konnte Sturm seinen dritten Liga-Heimsieg der Saison feiern, den ersten gegen ein Team außerhalb der Steiermark.
Nach vier Pflichtspielen unter Ingolitsch stehen nun zwei Siege und zwei Niederlagen zu Buche. Die Grazer sind nun seit elf Ligaduellen gegen Reid ungeschlagen. Seit 2010 konnten die Inviertler in der Liga gegen den Sturm nicht mehr gewinnen. Nach vier gewonnenen Pflichtspielen in Folge gingen Senft und seine Mannen erneut als Verlierer vom Feld.
Hinterlassen Sie eine Anzeige