Der aktuelle U-Ausschuss soll bis zum Sommer mehrere Hunderttausend Euro kosten – dafür muss laut ÖVP-Fraktionschef Andreas Henger jetzt Karin Verm aufkommen. Die Freundin des verstorbenen Justizministeriumschefs Christian Pilnasek nutzte die falschen Anschuldigungen, um das Komitee einzurichten, das eine mögliche politische Einflussnahme bei den Ermittlungen zu Pilnaseks Tod im Jahr 2023 klären soll. Es fordert daher, dass die Finanzstaatsanwaltschaft die Schadensersatzansprüche der Republik prüft, erklärte Hanger am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Worm soll am Mittwoch vor dem U-Ausschuss aussagen.
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Nach Pilnaseks Tod äußerte Worm wiederholt öffentlich Zweifel, dass er durch Selbstmord oder einen Unfall gestorben sei. „Wer in diesem Land nicht kooperiert, wird eliminiert“, sagte sie im Herbst im Medienrechtsprozess gegen den ehemaligen Nationalrat Peter Pilz. Sie berichtete auch von politischem Druck; Der frühere Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) sagte ihr, sie solle nicht über ihre Zweifel sprechen. Sie wollten ihn zum Schweigen bringen, beschwerte sich Verm.
Verfahren wegen Falschaussage
Doch Varms Aussagen sind nicht der einzige Grund für Kritik seitens Hanger und der ÖVP. Sie wird wegen falscher Angaben angeklagt, weil sie erzählt hat, was mit Pilneceks Laptop nach seinem Tod passiert ist. Auch Varmas Aussagen ändern sich von Zeit zu Zeit. Anfang 2024 kam Pilz mit der Idee auf sie zu, zwei Polizisten wegen Amtsmissbrauchs im Zusammenhang mit Pilneceks Tod anzuklagen. Die Klage wurde von Pilz‘ Anwalt Volkert Sackmann eingereicht. Worm habe sie nie gelesen, sagte sie später gegenüber „The Press“. Sie bedauert die Beteiligung an Pilz und möchte, dass „das Licht da rauskommt“.
Vor ihrer geplanten Anklageerhebung am Mittwoch wies Hanger auf mehrere Widersprüche hin. In der TV-Dokumentation sprach Worm von den „schwersten Verletzungen“, die sie am Körper des Verstorbenen gesehen habe, darunter ein zwölf Zentimeter großes Loch im Oberschenkel. Im Autopsiebericht wurde dies nicht erwähnt, und frühere Informanten im U-Ausschuss – darunter auch der Gemeindearzt, der die Obduktion durchführte – erinnerten sich auch nicht an solch schwere Verletzungen.
Verme behauptete auch, dass der Gemeindearzt ebenfalls Selbstmord vermutete und sagte: „Männer gehen nicht ins Wasser.“ Der Arzt nannte die Aussage vor Gericht „Unsinn“ und beharrte auch im U-Ausschuss darauf, dass das Gespräch nicht stattgefunden habe.
Jede Menge Würmer und Mitbewohner am Mittwoch
Es ist unklar, wie bereit Wurm am Mittwoch sein wird, Auskunft zu geben. Was das Falschaussageverfahren betrifft, kann sie es möglicherweise teilweise vermeiden. Dabei handelt es sich um seine frühere Mitbewohnerin Anna P. Gegen sie läuft ebenfalls ein Verfahren, zu dem am Mittwoch ebenfalls geladen wurde. Sie gilt als potenziell interessante Person für die Bereitstellung dieser Informationen, insbesondere aufgrund ihrer politischen Verbindungen – sie war viele Jahre Mitarbeiterin von Sobotka.
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