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Eine Investition in die Zukunft des HSV? Rätsel um Soumahoros Kaufoption

    Eine Investition in die Zukunft des HSV? Rätsel um Soumahoros Kaufoption

    Abubaka Sumahoro trägt nicht mehr das HSV-Team – zumindest vorerst. Foto: imago images/Philipp Szyza

    Eine Investition in die Zukunft des HSV? Rätsel um Soumahoros Kaufoption

    Die Pressemitteilungen des HSV einerseits und der AS Saint-Étienne andererseits vom 2. Februar unterscheiden sich im Detail. Während die Hamburger darauf hinwiesen, dass Abubaka Soumahoro den Volkspark „vorübergehend“ verlässt, erwähnte der Ligue-2-Klub etwas, was der HSV in seinem Communiqué nicht erwähnte: das Bestehen einer Kaufoption. Das gibt es tatsächlich, es liegt in der Größenordnung von fünf Millionen Euro. Aber wird der Franzose im Sommer für diese Summe wirklich einen dauerhaften Wechsel wagen?

    „Abubaka ist eine sofortige Verstärkung“ – mit diesen vielversprechenden Worten stellte der ehemalige HSV-Sportdirektor Stefan Kunz den vor mehr als einem Jahr im Februar 2025 verpflichteten Soumahoro vor. Zwölf Monate später ist das Defensivtalent nicht mehr in Hamburg und das (auch verletzungsbedingt) nach nur fünf Profi-Pflichtspielen. Seine Entwicklung verlief nicht wie erhofft, sodass Klaus Costa einem Leihewechsel zu Saint-Etienne zustimmte.

    Der HSV verpflichtete Abubaka Soumahoro für zwei Millionen Euro

    Der pünktliche Transfer selbst ist verständlich. Dass die HSV-Verantwortlichen dem französischen Traditionsklub zusätzlich zur Leihe eine Kaufoption einräumten, schien allerdings rätselhaft. Der HSV verpflichtete Sumahoro als Zukunftsinvestition und überwies rund zwei Millionen Euro an den FC Paris – doch war es wirklich das Ziel, den mittlerweile 21-Jährigen nur ein bis eineinhalb Jahre später für mehr Geld wieder zu verkaufen? Wird es in Zukunft nicht noch mehr Geld geben, wenn Sumahoro seine angekündigte Karriere erfolgreich fortsetzt?

    Die Wahrheit ist: Die Leute im Volkspark glauben derzeit, etwa eine Woche nach Bekanntgabe des Deals, nicht, dass Saint-Étienne die vereinbarte Option nach der Saison aktivieren wird. Denn fünf Millionen Euro sind ein stolzer Preis für einen Profi, dem es seit einem Jahr an beständiger Spielpraxis auf höchstem Niveau der Liga mangelt. Zur Erinnerung: Sumahoro spielte in der zweiten Hälfte der Aufstiegssaison wegen eines Muskelfaserrisses überhaupt nicht; Sein Debüt für den HSV gab er erst im September in München (0:5). Es folgten drei weitere Bundesligaspiele, darunter ein Startelfeinsatz beim 3:2-Sieg gegen Werder Bremen und ein Kurzeinsatz im DFB-Pokal gegen Kiel, inklusive verschossenem Elfmeter.

    Das Debüt des HSV-Leihspielers für Saint-Etienne steht noch bevor

    In Hamburg stand Sumahoro immer hinter ihm. „Wir werden Abous Reise weiterhin aufmerksam verfolgen und wünschen ihm für seine Zeit in Frankreich nur das Beste“, sagte Costa bei der Bekanntgabe der Leihe. Und Saint-Etiennes Sportdirektor Loic Perrin lobte: „Aboubaka ist ein vielseitiger Spieler. Er kennt unsere Liga. Er ist sportlich begabt und kann unserer Mannschaft Kraft und Durchschlagskraft verleihen. Dank seiner guten Technik kann er auch im Mittelfeld spielen. Er wird uns Leidenschaft und Energie bringen.“ Nur: bis wann? Und wann war das erste Mal?

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    Soumahoro, der erst kürzlich nach einer Verletzung ins Mannschaftstraining des HSV zurückgekehrt war, gehörte am Samstag beim 1:0-Sieg von Saint-Etienne gegen Montpellier noch nicht zum Kader. Das könnte am kommenden Samstag anders sein, wenn sein neuer Verein gegen EA Guingamp antritt (20 Uhr). Saint-Etienne, derzeit Tabellenvierter, spielt um den Aufstieg in die Ligue 1, verfügt aber über die schwächste Abwehr aller Top-6-Klubs der Liga (27 Gegentore). Die Leihe des HSV soll dabei helfen, die Abwehr zu stabilisieren. Und weil AS davon überzeugt ist, dass Sumahoro das kann, wollte man auch eine Kaufoption einräumen – allerdings muss mit einer Summe von rund fünf Millionen Euro gerechnet werden.

    Eine hohe Call-Option bezieht sich auf das bestmögliche Szenario

    Bei Leihgeschäften einigen sich abgebender und aufnehmender Klub häufig auf einen möglichen festen Kaufpreis, was impliziert, dass der Profi seine volle Wirkung außerhalb seines Muttervereins erzielen wird. Wenn ja, dann wird Saint-Etienne im Sommer Soumahoro für nur fünf Millionen Euro verpflichten, wenn er in Frankreich zum absoluten Stammspieler wird, der im Falle eines Aufstiegs voraussichtlich der beste Spieler der Ligue 1 bleiben wird.

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    In erster Linie muss sich der zuletzt verletzungsanfällige Innenverteidiger in seiner Heimat etablieren, wieder ausreichend Spielpraxis sammeln und konstante Leistungen erbringen. Natürlich sind Neuverhandlungen der Kaufoption während oder am Ende der Kreditlaufzeit jederzeit möglich. Nach derzeitigem Stand ist nicht damit zu rechnen, dass Sumahoro den HSV in ein paar Monaten endgültig verlässt – zumindest nicht für satte fünf Millionen Euro.

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