Ein Blick auf die Medaille: Deutschlands Rennrodler-Duo Tobias Arlt und Tobias Wendl bei den Olympischen Winterspielen Foto: IMAGO / Imagn Images
Rennrodel-Drama bei den Olympischen Spielen! Der deutsche Favorit holt Bronze – und einen Rekord
Das historische Rennen um Gold der deutschen Reiter Tobias Wendl und Tobias Arlt ist zu Ende. Das seit 2014 bei Olympia ungeschlagene bayerische Doppelsitzer-Duo verpasste bei den Winterspielen in Cortina d’Ampezzo nur knapp den nächsten großen Sieg, konnte sich am Ende eines extrem engen Wettkampfs aber mit der Bronzemedaille trösten – und zählt nun zu den Rekord-Winterolympiaden Deutschlands.
Gold gewannen die Italiener Emanuel Rieder und Simone Keinzwaldner, Silber holten sich die Österreicher Thomas Stew und Wolfgang Kindl. Rekordweltmeister Tony Eggert verpasste das Podium nur knapp, Florian Müller landete auf dem vierten Platz.
Tobias Wendl und Tobias Arlt gewinnen Olympia-Bronze
Damit endet die Goldsträhne, doch Wendl und Arlt gehen in Cortina weiter auf Rekordjagd. Mit Bronze zogen beide mit Rodlerin Nathalie Geisenberger (6x Gold, 1x Bronze) in der Liste der erfolgreichsten deutschen Sportlerinnen im Wintersport gleich – und können am Donnerstag mit einer weiteren Medaille in der Teamstaffel den einzigen Rekord aufstellen.
Tatsächlich schien für das Duo noch viel mehr möglich; Die Doppel- und Staffelsiege schienen im Vorfeld der Winterspiele absolut greifbar. Zuletzt hatten sie drei Weltcups in Folge gewonnen, die Form stimmte und vieles sprach für das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte: Seit Sotschi 2014 gewannen die beiden mittlerweile 38-Jährigen alle Disziplinen der Olympischen Spiele im Paar- und Team-Staffellauf.
Silber für Eitberger und Machina im Paarrodeln
Doch schon beim Training in Cortina zeigte sich, dass das Material der Bayern nicht optimal funktionierte, das bestätigte sich im Wettkampf – und Wendl/Arlt erlebten ihre erste kleine Niederlage auf dem Olympia-Eis. Auch im Hinblick auf das gesamte deutsche Rodelteam war der Erfolgslauf in Cortina nicht von Dauer. Nach den beiden Triumphen von Max Langenhan und Julia Taubitz im Einzel gab es am Mittwoch Silber für Diana Eitberger und Magdalena Matcina im Damendoppel, wenig später Bronze bei den Herren. Das Ergebnis ist immer noch stark; Bisher brachte jeder Wettbewerb eine Medaille.
Die Weltmeister Paul Gubitz und Hannes Orlamünder waren derweil nur Zuschauer in Cortina: Im nationalen Qualifying belegten sie hinter Wendl/Arlt und Eggert/Müller nur den dritten Platz.
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Vielleicht ist ein weiterer Rekord nun außer Reichweite von Wendl/Arlt: Mit ihrer siebten und achten Goldmedaille könnten sie es mit den norwegischen Ikonen Ole Einar Björndalen (Biathlon), Björn Dalli und Marit Bjorgen (beide Langlauf) als erfolgreichsten olympischen Wintersportler aufnehmen.
