In Frankfurt verloren Mathias Pereira Lage und der FC St. Pauli mit 0:2. Das zweite Spiel findet am Sonntag statt. Foto: IMAGO/Kessler-Sportfotografie
„Es ist uns egal, gegen wen wir spielen“: St. Pauli hat erneut zugelegt
Das Erleben von Erfolg hat etwas mit dem Ego zu tun; Dies gilt für alle Bereiche der Existenz. Bei Leistungssportlern im Allgemeinen und Fußballspielern im Besonderen sollte auch darauf geachtet werden, ob sie an sich selbst und das Gute glauben oder ob Zweifel überwiegen. Beim FC St. Pauli herrscht nach drei Siegen aus den letzten vier Spielen wieder Selbstvertrauen – auch vor Duellen mit vermeintlich stärkeren Gegnern.
An der Hand des Holzfällers kann man abzählen, wie viele Profis des Kiezklubs bereits für die Champions-League-Hymne aufs Spielfeld durften. Das ist Mathias Rasmussen mit Union-St. passiert. Gillois, James Sands mit den Glasgow Rangers und natürlich Mathias Pereira Lage letzte Saison mit Stade Brest. „Die Champions League“, sagte der Franzose den Medien nach dem Training am Dienstag, „ist das Nonplusultra für jeden Fußballer.“
St. Pauli erwartet Teilnehmer der Champions League
Am Sonntag kommt ein Gegner ans Millerntor, bei dem alle Spieler über erstklassige Erfahrung, auch aus der laufenden Saison, verfügen. Wenn man den Namen Eintracht Frankfurt hört, schaudert man vielleicht kurz vor Ehrfurcht, aber davon ist der FC St. Pauli im Moment weit entfernt. „Es ist uns egal, gegen wen wir spielen“, betonte der 29-Jährige und meinte damit keine Respektlosigkeit. „Wir sind in einer guten Verfassung.“
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Und einige der besten Teams der Liga haben dies kürzlich erlebt. Gegen RB Leipzig gab es am Millerntor ein 1:1-Unentschieden und der VfB Stuttgart ging nach einem 1:2-Unentschieden völlig leer nach Hause. Und das Tüpfelchen auf dem i war am vergangenen Samstag der 1:0-Sieg gegen den Tabellendritten TSG Hoffenheim. St. Pauli als Favorit, weil es einfach mehr Spaß macht? „Nein, nein, nein“, antwortet Pereira Lage. „Wir haben auch gegen Werder gewonnen und im Derby gegen Hamburg ein Unentschieden gespielt. Wir wissen, dass wir zu Hause sehr stark sind und unsere Fans im Rücken haben.“
Ein Nachbarschaftsverein mit großem Respekt vor seinen Rivalen
Was auch notwendig sein wird, um am Sonntag gegen die wiedererstarkte Eintracht bestehen zu können. Aufgrund des großen Potenzials der Hessen „haben wir das schon im ersten Spiel gesehen, als wir dort waren. Wir haben ein paar Fehler gemacht und gleich Gegentore kassiert.“ Der Hamburger verlor sein erstes Match beim Main Event mit 0:2. „Wir wissen also, dass sie viel Qualität haben. Wir müssen uns nur auf unseren Spielstil konzentrieren und das tun, was wir gerne tun, und zwar sehr kompakt.“
