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Angst vor HSV-Invasion: Wolfsburg-Trainer fleht Fans an

    Angst vor HSV-Invasion: Wolfsburg-Trainer fleht Fans an

    Das Finale erwartet Trainer Daniel Bauer beim VfL Wolfsburg. Foto: imago images/Susanne Hübner

    Angst vor HSV-Invasion: Wolfsburg-Trainer fleht Fans an

    Im 25. Spiel werden die HSV-Fans ihren bisherigen Auswärtsdurchschnitt, den kein anderer Bundesligist erreichen kann, noch einmal steigern. Laut dem Portal „diefalsche9“ wurde die Mannschaft von Merlin Polzin in den bisherigen elf Spielen dieser Saison im Schnitt von 6.218 Fans begleitet. Am Samstag (15:30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) werden rund 10.000 Hamburger Passagiere in der Volkswagen Arena erwartet. Man will es Wolfsburg so schwer wie möglich machen – deshalb richtete der VfL-Trainer vor dem Nordduell einen Appell an die eigenen Fans. Daniel Bauers Worte klangen fast flehend.

    Die Spieltagspressekonferenz des VfL am Freitagnachmittag endete tatsächlich nach rund 16 Minuten. Bauer beantwortete alle Fragen der Journalisten. Doch dann meldete sich der 43-Jährige erneut zu Wort. „Ich habe noch viel zu Ende zu bringen“, warf Bauer ein, der noch nicht alles gesagt hatte, die öffentliche Bühne des Podiums aber „für einen kleinen Appell an unsere Fans“ nutzen wollte: „Ich finde es brutal wichtig.“

    10.000 HSVer: Bauer erwartet „viele Gegner-Fans“

    Dann begann der Trainer, der bei einer Niederlage gegen den HSV seinen Job verlieren könnte. „Wir brauchen jeden Fan in unserem Stadion am Samstag. Wir brauchen unsere Farben im Stadion am Samstag. Unsere Fans müssen laut sein“, betonte Bauer, der diese Worte aus gutem Grund gewählt hat. Denn er hatte mitbekommen: „Wir erwarten viele Fans des Rivalen.“ Zusätzlich zum offiziellen Kontingent von 3.200 Gästen sicherten sich HSV-Fans rund dreimal so viele Tickets, um die Atmosphäre in der Volkswagen Arena einzufangen.

    HSV-Fans sicherten sich kürzlich ein Heimspiel der Hamburger in Sinsheim.

    Genau das will Bauer nicht. Deshalb forderte er seine eigenen Fans auf: „Lasst uns bitte am Samstag nicht auswärts spielen – denn die Mannschaft braucht einfach bedingungslose Unterstützung.“ Seine Profis seien „nicht voller Selbstvertrauen“, was nicht verwunderlich ist, denn der VfL holte zuletzt sieben Ligasiege in Folge. Durch eine 0:4-Niederlage gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Sonntag fielen die Wolves auf den vorletzten Platz zurück. Schon länger gibt es Diskussionen über den Trainer, der die Atmosphäre und Kultur in Niedersachsen als „untauglich für die Bundesliga“ bezeichnete. Vor dem Relegationsspiel mit dem HSV hofft er auf Einigkeit.

    VfL-Trainer-Finale im Abstiegskampf

    „Die Jungs werden ihr Bestes geben“, verspricht Bauer und erwartet von den VfL-Fans: „Wenn es nach einem Fehler einen Jubelruf gibt, dann brauchen wir das gerade. Nach etwa 40 Sekunden endete Bauers letzter Monolog. Er zeigte zuvor Verständnis für die Diskussionen um seinen Job, machte aber auch klar: „Das ist kein Finale für Daniel Bauer, sondern ein unglaublich wichtiges Sechs-Punkte-Spiel für unseren Verein.“ Mit einem Sieg würde der VfL bis auf drei Punkte an den HSV heranrücken.

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    Während die zuletzt zweimal geschlagenen Profis von Polzin am Freitag hinter verschlossenen Türen trainieren, um sich bestmöglich vorzubereiten, rechnet Bauer in Wolfsburg mit einer Abschlusseinheit am Nachmittag, an der möglichst viele Fans teilnehmen sollen. Die Mannschaft und der Stab hätten bereits am Donnerstag im Hotel eingecheckt, um „noch ein bisschen mehr Zeit miteinander zu verbringen und sich zu mobilisieren“, sagte Bauer. Besagter Trainer ist sich sicher: „Manchmal hilft es, über andere Dinge als Fußball zu reden und weiter zu lachen.“ Wer wird am Samstag als Letzter lachen? 20.000 VfL-Fans oder 10.000 Hamburg-Fans, die die Wolfsburger Arena erobern wollen? Etwa ein Drittel des Stadions wird fest in schwarz-weiß-blauer Hand sein.

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