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Mehr Spielerschutz: Warum eine Glücksspielreform bald erfolgen muss

    Mehr Spielerschutz: Warum eine Glücksspielreform bald erfolgen muss

    Die Regierung steht unter Zeitdruck, und das überrascht nicht. Die Konzession für Online-Glücksspiele läuft 2027 aus, ebenso die Konzessionen für sechs der zwölf österreichischen Spielbanken.

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    Doch bevor der Wettbewerb erneut ausgeschrieben werden kann, muss das Glücksspiel auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt werden. Am Montag findet die zweite Gesprächsrunde statt, bis Ende März könnte innerhalb der Koalition eine Einigung erzielt werden. Wenn das ÖVP-, SPÖ- und Neos-Gesetz bis zum Sommer vom Nationalrat verabschiedet werden soll, kann es nicht mehr lange dauern. Aus Gründen des Unionsrechts ist vor einer Entscheidung eine Frist von drei Monaten einzuhalten, innerhalb derer andere EU-Staaten Stellungnahmen abgeben können.

    Diskussionen über zusätzliche Lizenzen für Online-Glücksspiele

    Eine seit Jahren geplante Glücksspielreform, nun hat eine Drei-Parteien-Koalition eine neue Regelung mit verbessertem Spielerschutz ins Regierungsprogramm geschrieben. In mehreren Punkten ist weitgehende Einigkeit zu erwarten: Das illegale Online-Glücksspiel soll dadurch eingedämmt werden, dass der Zugriff auf entsprechende Seiten von österreichischen Geräten aus gesperrt wird (IP-Blocking) und Zahlungen von österreichischen Konten an diese Seiten verhindert werden (Zahlungsblockierung).

    Doch wie viele legale Online-Glücksspielanbieter wird es in Zukunft geben? Offensichtlich muss dieses Thema noch diskutiert werden. Bisher gibt es nur eine Behörde, die an die Lotterielizenz gebunden ist und bei Win2Day, einer Tochtergesellschaft von Casino Austria, liegt. Neos plädiert für Öffnung und viele regulierte Angebote. Wenn es nicht genügend legale und attraktive Anbieter gibt, werden Menschen auf illegale Seiten ausweichen. „Es ist ein feiner Balanceakt: Wie erreiche ich mehr Spielerschutz und wie verschiebe ich alles in einen unregulierten Markt?“ sagt Neos Health-Sprecher Christoph Pramhofer.

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    Hüten Sie sich vor zusätzlichen Glücksspielanzeigen

    Die ÖVP äußert sich zu diesem Thema nicht, die SPÖ ist nicht grundsätzlich gegen Zusatzlizenzen. Allerdings bestehen Bedenken, dass weitere Anbieter durch Werbung mehr Menschen zum Glücksspiel animieren könnten. „Wenn viele Anbieter Geld verdienen wollen, werden sie versuchen, den Kuchen größer zu machen. Aber mein Ziel ist nicht, dass mehr Leute spielen“, sagt SPÖ-Finanzsprecher Jan Kreiner. Die Reform soll darauf abzielen, weniger Glücksspielsüchtige zu erreichen.

    Ein ähnliches Argument wird im Casino Austria vorgebracht, das – wenig überraschend – auf den Erhalt eines Online-Monopols drängt. Wenn es zusätzliche Lizenzen gibt, sagt Casino-Vorstandsmitglied Erwin Van Lambart: „Je weniger, desto besser.“ In anderen europäischen Ländern haben sich die Hoffnungen, durch die Öffnung den Anteil des legalen Glücksspiels zu erhöhen, nicht erfüllt. Strenge Lizenzanforderungen reichen nicht aus. „Auch andere Länder glaubten, sie hätten gute Kriterien“, sagt Van Lambart.

    Im Herbst soll es eine neue Glücksspielbehörde geben

    Auch wenn die Regierung in den kommenden Wochen die offenen Fragen klären kann, kommt sie kaum um eine Verlängerung bestehender Lizenzen herum. Da eine EU-weite Ausschreibung erforderlich ist, sollte auch Zeit für mögliche Beschwerden eingeplant werden. Eine Verlängerung um ein Jahr wäre rechtlich bereits möglich; Eine Option für das zweite Jahr kann mit einer Änderung vorgenommen werden.

    Im Herbst will die Regierung weitere Reformmaßnahmen ergreifen. Es ist geplant, dass auch Wetten, die bisher eine staatliche Angelegenheit waren, in die neuen Glücksspielvorschriften einbezogen werden. Außerdem soll eine unabhängige Glücksspielbehörde geschaffen werden, die für die Aufsicht und möglicherweise künftige Ausschreibungen zuständig sein wird. Allerdings wird die Lizenz dieses Mal wie bisher vom Finanzministerium ausgestellt. Der Zeitdruck reicht aus, auch ohne die Einrichtung der neuen Behörde zu verzögern.

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