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Eurofighter-Nachfolge: ÖVP übt scharfe Kritik an Marterbauer

    Eurofighter-Nachfolge: ÖVP übt scharfe Kritik an Marterbauer

    Die ÖVP äußerte sich am Samstag mit ungewöhnlich scharfer Kritik an Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ). Grund sind seine Aussagen in der „Kronen Zeitung“, wonach er auf die Frage nach dem Nachfolger des Eurofighters keinen Spielraum für „Zusatzkäufe“ über das bereits vereinbarte Maß hinaus sehe. ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti sieht darin einen Verstoß gegen die Regierungslinie. Auch Generalstabschef Rudolf Stridinger war mäßig begeistert.

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    Ein hochrangiger Militärbeamter sagte in einer Pressemitteilung, dass eine vollständige Luftraumüberwachung ohne aktive Luftraumsicherung eine Illusion sei. Österreich kann diese Fähigkeit derzeit mit Eurofightern sicherstellen. Wer diesen Wirkstoff in Frage stellt oder verzögert, gibt bewusst zu, dass Österreich seine eigene Sicherheit und damit seine Neutralität nicht mehr wirksam schützen kann und gefährdet.

    Ein privates Statement oder die SPÖ-Linie?

    Es stelle sich die Frage, ob es Marterbauers Privatmeinung sei oder die der SPÖ, sagte Marchetti. Eine nationale Ausweichklausel auf EU-Ebene gibt Österreich im Defizitverfahren die Flexibilität, die Verteidigungsausgaben deutlich zu erhöhen und mehr in die Sicherheit zu investieren. Auch die EU-Kommission empfahl Österreich dringend, die Verteidigungsausgaben deutlich zu erhöhen: „Es gibt Handlungsspielräume, das Einzige, was offenbar fehlt, ist der politische Wille.“

    Kritika- und Darabos-Ära

    Unter Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) erlebte das Bundesheer die schwierigste Phase seiner Geschichte. „Irrationale Beschaffungsentscheidungen und pazifistische Vorstellungen“ haben der Landesverteidigung großen Schaden zugefügt: „Wir dürfen diese Fehler nicht wiederholen, insbesondere nicht, wenn es um die Sicherheit geht“, schreibt Marchetti. Es ist eine Verantwortung, den Luftraum zu schützen und nicht, ihn schön zu halten.

    Auf APA-Anfrage erklärte Verteidigungsministerin Claudia Tanner (ÖVP) kürzlich, dass die Vorbereitungsarbeiten für einen Eurofighter-Nachfolger bereits im Gange seien. Für dieses Jahr ist jedoch keine Ausschreibung geplant. Eine Entscheidung soll wohl noch in dieser Legislaturperiode fallen. Denn laut Tanner werden Flugzeuge im Jahr 2035 „am technologischen Ende“ sein.

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    Dies bestätigte Stridinger am Samstag: „Wenn wir nicht jetzt mit der Erneuerung beginnen, wird der österreichische Luftraum spätestens im Jahr 2035 faktisch ungeschützt sein – er ist freie Hand für jede Bedrohung und jeden Angriff aus der Luft.“

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