...
Skip to content

PFAS: EU-Behörden empfehlen Verbot dauerhafter Chemikalien

    PFAS: EU-Behörden empfehlen Verbot dauerhafter Chemikalien

    Die EU-Chemikalienagentur (ECHA) hat ein weitreichendes Verbot sogenannter persistenter Chemikalien (PFAS) empfohlen – sie hält jedoch eine Reihe von Ausnahmen für sinnvoll. „Die aktuellen Vorschriften reichen nicht aus“, sagte die in Helsinki ansässige ECHA am Donnerstag. Die Behörde hat zwei Risikoanalysen veröffentlicht, die als Grundlage für einen Gesetzesvorschlag der EU-Kommission dienen sollen. Untersuchungen haben gezeigt, dass PFAS negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen hat.

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, die synthetisch hergestellt werden. Es ist wasser- und fettabweisend und findet sich daher in Alltagsprodukten wie beschichteten Stiften, Funktionskleidung, Imprägniersprays und Einwegverpackungen. Sie sind nicht biologisch abbaubar, reichern sich in der Natur und im menschlichen Körper an und werden daher als Dauerchemikalien bezeichnet.

    Untersuchungen legen nahe, dass einige Chemikalien die Leber und das Immunsystem des Menschen schädigen, die Wirksamkeit von Impfungen und die Fruchtbarkeit verringern und Krebs verursachen. Einige Untergruppen sind bereits verboten, wurden aber schnell durch die gleichen PFAS-Chemikalien ersetzt, die es schon immer gab. Deshalb arbeitet die EU-Kommission seit Jahren an einem umfassenden Verbot.

    Aus menschlicher und ökologischer Sicht ist ein vollständiges Verbot am besten

    Fünf EU-Länder haben die ECHA um eine Empfehlung gebeten. Bezüglich Risiken für Umwelt und Gesundheit sehen die Chemiker in der Studie eine eindeutige Position: „PFAS können Risiken für Mensch und Umwelt darstellen“, erklärte Roberto Scazola, Vorsitzender des zuständigen ECHA-Gremiums.

    Scazolas Ausschuss entschied, dass ein vollständiges Verbot im Hinblick auf Umwelt- und Gesundheitsrisiken am wirksamsten wäre. Allerdings warnte ein anderes ECHA-Gremium zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Verbots in seiner Analyse der Ergebnisse: Wo keine Alternative zu PFAS erkennbar ist, sollte es Ausnahmen geben.

    SEE ALSO  Kongo: Der frühere Präsident Kabila wurde zum Tode verurteilt

    Wie diese aussehen soll, ist noch unklar. Die Empfehlung zu den wirtschaftlichen Auswirkungen gilt als vorläufige Bewertung und wird von der ECHA in den kommenden Monaten formalisiert. Erst dann kann die EU-Kommission einen Gesetzesvorschlag für ein Verbot machen.

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    Source link