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JETZT LIVE: Regierung führt Gesetz zum Ausbau erneuerbarer Energien ein

    JETZT LIVE: Regierung führt Gesetz zum Ausbau erneuerbarer Energien ein

    Eines der Kernthemen: Länder und Kommunen, die den Ausbau unterstützen, sollen finanziell profitieren, doch bei Zielverfehlungen drohen Bußgelder und Förderkürzungen. Die Pressekonferenz beginnt in Kürze im Wirtschaftsministerium. Zur Verabschiedung von Gesetzen in der Nationalversammlung ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.

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    Nun geht es los, auf dem Podium stehen Wirtschaftsminister Wolfgang Heitmannsdorfer, Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehettner (beide ÖVP), Staatssekretärin Michaela Schmidt, Energiesprecher Alois Schroll (beide SPÖ) und Energiesprecherin Karin Doppelbauer (Neos).

    Während Österreich im Sommer energieautark sei, müsse im Winter auf Gas zurückgegriffen werden und etwa 20 Prozent des Bedarfs würden importiert, erklärt Heitmannsdorfer. Um diese Versorgungslücke zu schließen, muss der Ausbau erneuerbarer Energien in großem Umfang vorangetrieben werden. Hierzu müssen insbesondere Genehmigungsprozesse beschleunigt werden.

    Schnellere Prozesse sind entscheidend

    Das Gesetz schafft einen neuen Rechtsrahmen, um Genehmigungsverfahren für Energiesysteme grundsätzlich zu beschleunigen, Bürokratie abzubauen und damit den Ausbau erneuerbarer Energien, Netzinfrastruktur und Speicher deutlich voranzutreiben. Zu diesem Zweck wurde im Erneuerbare-Energien-Ausbaugesetz ein neuer Begriff eingefügt: überwiegendes öffentliches Interesse. Diese und einige weitere Punkte sollen den Prozess deutlich beschleunigen. Projekte wie Windparks, große Photovoltaikanlagen, Wasserkraftwerke, Speicher oder Netzinfrastruktur sollten rechtlich als besonders wichtig für das Gemeinwohl eingestuft werden. Dies schaffe laut Hetmansdorfer mehr Rechtssicherheit bei abwägenden Entscheidungen und stelle sicher, dass systemrelevante Projekte nicht an unverhältnismäßigen Einzelzwängen scheitern.

    Länder müssen im Falle von EU-Bußgeldern zahlen

    Dann kommt SPÖ-STS Schmidt zu Wort. Sie betont die weitere Elektrifizierung des Verkehrs und eine Umstellung der Heizung von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien. Auch für die Länder legt die Regierung verbindliche Ziele fest. Wenn Österreich auf EU-Ebene zur Zahlung von Bußgeldern gezwungen wird, müssen auch die Bundesländer zahlen, die ihre Ziele nicht erreichen.

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    Gleichzeitig sollten Anreize auch für teilnehmende Gemeinden und Staaten geschaffen werden. Als Beispiel nennt Schmidt die Beteiligung an Stromleitungen, etwa wenn eine Gemeinde den Bau in ihrem Gebiet unterstützt.

    Jetzt ist Neos-Mandatarin Doppelbauer an der Reihe. Sie betont die Bedeutung der Unabhängigkeit von Öl und Gas, die derzeit aufgrund des Iran-Krieges schmerzlich vermisst wird. Dies erfordert jedoch einen deutlichen Abbau von Hürden sowie genehmigungsrelevanten Regelungen und eine größere Planungskapazität für Investoren. Auch hier ist EU-Niveau erforderlich.

    Warum das Erneuerbare-Energien-Ausbaugesetz wichtig ist

    Das Gesetz soll für jedes Bundesland verbindliche Ausbauziele vorgeben. Der Gesetzesvorschlag wurde letzten Sommer als eines der zahlreichen Energie-„Leuchtturmprojekte“ der Drei-Parteien-Koalition angekündigt. Nachdem der Krieg im Nahen Osten zu einer neuen Energiekrise geführt hat, ist der Druck auf die Regierung, die Energiewende voranzutreiben, gestiegen. Der Ausbau soll durch schnellere Genehmigungsprozesse beschleunigt werden.

    Das Gesetz ist erforderlich, um das Ziel zu erreichen, die jährliche Stromerzeugung bis 2030 um 27 Terawattstunden zu steigern. Ziel ist es, den Beitrag Österreichs zur globalen Erwärmung und seine Abhängigkeit von fossilen Importen zu verringern. Insbesondere die Windkraft sollte deutlich ausgebaut werden, auch um sicherzustellen, dass die Gaspreise die Strompreise im Winter nicht in die Höhe treiben.

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