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Nach Pillen-Debakel: Golf-Ikone Woods spricht zum ersten Mal und geht in den Ruhestand

    Nach Pillen-Debakel: Golf-Ikone Woods spricht zum ersten Mal und geht in den Ruhestand

    Die Zukunft von Tiger Woods als Profi ist derzeit ungewiss. Foto: picture Alliance / ZUMAPRESS.com | Javier Rojas

    Nach Pillen-Debakel: Golf-Ikone Woods spricht zum ersten Mal und geht in den Ruhestand

    Tiger Woods wird beim Augusta Masters kein umjubeltes Comeback feiern – und möglicherweise nie wieder auf der großen Bühne des Golfsports auftreten. Zumindest nicht als aktiver Profi. Drei Tage nach seinem Autounfall in Florida meldete sich der 15-fache Major-Gewinner erstmals zu Wort und kündigte eine unbefristete Entlassung an.

    Der 50-jährige US-Amerikaner schrieb in einer auf „X“ veröffentlichten Stellungnahme, er wolle sich in Behandlung begeben und sich auf seine Gesundheit konzentrieren. Er erkennt den Ernst der Lage. Er werde sich die Zeit nehmen, „die notwendig ist, um gesünder, stärker und konzentrierter zurückzukommen – sowohl persönlich als auch beruflich“, schrieb Woods, der auch um Privatsphäre und Aufmerksamkeit für seine Familie und sich selbst bat.

    Ein Comeback von Tiger Woods wird immer unwahrscheinlicher

    Die Golf-Ikone, die nach einem schweren Autounfall im Jahr 2021 körperliche Narben davongetragen hatte, hat seinen Rücktritt nicht angekündigt – eine Rückkehr als Profi erscheint jedoch angesichts des neuen Vorfalls, seines Alters und der langen Pause seit dem letzten großen Turnier immer unwahrscheinlicher.

    Woods bekannte sich vor seiner eigenen Aussage nach dem Vorfall nicht schuldig. Dies geht aus Gerichtsdokumenten hervor, über die amerikanische Medien berichten. Zuvor hatte der 50-Jährige der Polizei mitgeteilt, dass er Schmerzmittel einnahm und ein Mobiltelefon benutzte.

    Woods wurde gegen Kaution freigelassen

    Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sagte Woods bei der Befragung, er habe kurz auf sein Handy geschaut und den Sender in seinem Autoradio gewechselt, bevor er mit seinem SUV auf den Anhänger eines anderen Fahrzeugs prallte und sein Auto umschlug. Als die Beamten ihn außerdem fragten, ob er verschreibungspflichtige Medikamente einnehme, antwortete er: „Ich nehme ein paar.“

    Woods wurde am Freitag, Stunden nach seiner Festnahme wegen Drogendelikten, gegen Kaution aus dem Gefängnis von Martin County freigelassen. Ein Atemalkoholtest ergab Null. Einem Urintest wollte sich der 15-fache Major-Gewinner jedoch nicht unterziehen. Ihm wurde vorgeworfen, betrunken gefahren zu sein und sich im Zusammenhang mit dem Unfall geweigert zu haben, sich einem Test zu unterziehen. Die erste Anhörung von Woods ist für den 23. April geplant. Laut amerikanischen Medien bat Woods darum, nicht persönlich teilzunehmen.

    Die Polizei sieht Hinweise auf eine Beeinträchtigung

    Berichten zufolge beschrieben die Beamten in ihrem Bericht den Zustand von Woods nach dem Vorfall als „lethargisch“. Er schwitzte stark, als er auf dem Rücksitz eines kühlen, klimatisierten Fahrzeugs interviewt wurde. Im Gespräch mit Woods stellten die Beamten „mehrere Anzeichen einer Beeinträchtigung“ fest. „Woods bewegte sich träge und langsam“, fuhr er fort. Gerüchten zufolge hatte der Golfstar auch rote Augen und einen glasigen Blick.

    Während der Fahrprüfungen wirkte Woods aufmerksam und kooperativ, musste jedoch immer wieder an die Anweisungen erinnert werden. Die Beamten sagten, Woods sei nicht in der Lage gewesen, ein Kraftfahrzeug sicher zu steuern. Bei der Durchsuchung des Golfstars wurden in seiner Tasche zwei weiße Tafeln gefunden, die als Beweismittel beschlagnahmt wurden. Es soll ein starkes Schmerzmittel gewesen sein. Der Vorfall erinnert an ein Ereignis im Jahr 2017, als Woods in Florida wegen des Verdachts des Fahrens unter Drogeneinfluss festgenommen wurde. Das Polizeifoto des stark vernarbten Golfstars schockierte damals die Öffentlichkeit. Woods begab sich daraufhin in stationäre Behandlung.

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    Woods schürte kürzlich Gerüchte über eine Rückkehr zum Augusta Masters am 9. April. Nach mehreren Operationen und einer langen Verletzungspause sorgte der 50-Jährige am vergangenen Dienstag für Aufsehen in der neuen Indoor-Golfliga von Tomorrow, als er dort überraschend mehrere Schläge erzielte. Mit Blick auf das Masters sagte er: „Ich möchte spielen, ich liebe das Turnier.“ Doch nun will sich der Golfer auf sich und seine Familie konzentrieren. (dpa/dj)

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